Shell hat einen frostfesten Winter-Diesel entwickelt, der nach eigenen Angaben bis zu minus 30 Grad wegstecken soll. Die Leistungsfähigkeit des Kraftstoffs soll dabei voll erhalten bleiben. Am 1. Dezember 2012 wird der neue Winterdiesel an allen Tankstellen eingeführt, die auch V-Power Diesel im Angebot haben – vorerst allerdings nur auf dem deutschen Markt. Bis Ende März 2013 wird der neue Diesel durchgehend erhältlich sein.

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Zurzeit schreibt der Gesetzgeber vor, dass Winter-Diesel vom 15. November bis 28. Februar bis minus 20 Grad kältefest sein muss. Die in Deutschland erhältlichen Winter-Dieselkraftstoffe halten noch zwei Minusgrade mehr aus. Aral verspricht für sein Produkt "Ultimate Diesel" eine Frostfestigkeit bis minus 24 Grad. Für den hiesigen Winter genügt das normalerweise vollkommen.
Fit bis minus 30 Grad
Andreas Schäfer (l.) und Jörg Wienke zeigen den neuen Winter-Diesel in der Kältekammer des Shell Technology Center Hamburg.
Kommt es aber doch zu intensiven Kälteperioden, wie zuletzt Anfang 2012, können Dieselfahrzeuge Probleme bekommen: Ab einer Temperatur von circa minus sieben Grad bilden sich bei herkömmlichem Winterdiesel Paraffinkristalle und trüben den Kraftstoff ein. Bei weiter sinkender Temperatur wachsen
die Kristalle und führen ab einer gewissen Größe zur Verstopfung des Filters. Die Folge: Der Wagen bleibt liegen. Bei dem neuen Shell-Winterdiesel soll die Kristallbildung dagegen erst bei circa minus 15 Grad einsetzen.

Diesel im Winter: Wenn der Diesel kapituliert