Bislang war das Motorenangebot des Nissan Juke eher überschaubar und beschränkte sich auf den 1.0-DIG-T-Benziner mit 114 PS. Immerhin: wahlweise mit Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe. Ab Herbst erweitert Nissan nun die Palette um eine Vollhybrid-Version. 
Die Kurzstromer-Technik entspringt der Allianz mit Renault, aus Japan kommen Verbrenner und E-Motor, aus Frankreich stammen Getriebe, kleine 1,2-kWh-Hybridbatterie und Startergenerator.
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Der Verbrennungsmotor – ein 1,6-Liter-Vierzylinder – wurde speziell für den Einsatz in Hybridfahrzeugen entwickelt und liefert 94 PS Leistung sowie 148 Newtonmeter Drehmoment.
Nissan Juke Hybrid
Mit dem Hybridantrieb fährt der Juke immer elektrisch an. Allerdings verliert der Kofferraum durch die Batterie ganze 68 Liter Volumen.

Der E-Motor steuert zusätzliche 49 PS und 205 Nm bei. So stehen 143 PS und damit 25 Prozent mehr Leistung als bei der reinen Benzinerversion zur Verfügung. Mal sehen, wie sich das anfühlt.

Bedeutet mehr Leistung auch mehr Verbrauch?

Die Systemleistung des Nissan Juke Hybrid liegt bei 143 PS, der Verbrauch soll durch den Leistungszuwachs erfreulicherweise nicht steigen. Dafür ist er mit 10,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h 1,7 Sekunden schneller als der reine Verbrenner. Nissan spricht bei der Hybridversion von bis zu 40 Prozent Spritersparnis im Stadtverkehr und 20 Prozent Ersparnis im kombinierten Normzyklus. Hier sollen 5,0 l/100 km reichen.
Und das ist sogar ohne Verzicht leicht zu schaffen. Auf unserer Teststrecke durch polnische Dörfer und überwiegend auf Landstraßen zeigte der Bordcomputer am Ende sogar nur 4,7 Liter an – ohne dass wir uns ständig hätten zügeln müssen. Ganz klar: Jenseits der Autobahn liegen die Stärken des kleinen Stadt-Land-Sparflitzers.

Nissan Juke Hybrid
Auf den ersten Blick ist die Hybridversion kaum vom reinen Verbrenner zu unterscheiden. Die Gesamtoptik muss man allerdings mögen.

Natürlich schafft er auch die Langstrecke, aber bei starker Leistungsabfrage ist der Verbrenner deutlich im Innenraum zu hören. Ebenfalls die Stufen des Hybridgetriebes, die mit einem mechanischen Klickgeräusch einrasten.
Die Optik des Hybrid-Juke unterscheidet sich kaum vom Verbrennermodell. Lediglich kleine Details wie Hybridplaketten, das neue Markenlogo, ein leicht abgewandelter Kühlergrill und Änderungen an den Stoßfängern kennzeichnen ihn.
Nissan Juke Hybrid
Im Innenraum des Nissan Juke Hybrid findet man sich schnell zurecht. Das Cockpitlayout ist übersichtlich.
Neu im Angebot: zweifarbige 17- und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Verarbeitung im Innenraum wurde ordentlich ausgeführt, und die Materialien passen. Die Sitze sind bequem und drücken auch bei längerer Fahrt nicht. Und die zweite Sitzreihe bietet Platz, selbst für größere Passagiere.
Kleines Manko: Durch die Hybridbatterie schrumpft der Kofferraum bei voller Besatzung tatsächlich um 68 auf 354 Liter. Auch das ist wie das Motorenangebot sehr überschaubar.

Technische Daten und Preis: Nissan Juke Hybrid

• Motor Vierzylinder + E-Motor
• Hubraum 1598 cm3
• Systemleistung 105 kW (143 PS)
• max. Drehmoment 148 Nm bei 3600/min
• Antrieb Front/ Vierstufen-Multimode-Automatik
• L/B/H 4210/1800/1600 mm
• Leergewicht k. A.
• Kofferraum 354-1237 l
• 0–100 km/h 10,1 s
• Höchstgeschwindigkeit 166 km/h
• Verbrauch 5,0 l S/100 km
• Abgas CO2 114 g/km
• Preis ab 31.090 Euro

Fazit

von

Jan-Menno Gebhardt
Der Juke Hybrid ist keineswegs aus der Zeit gefallen. Gerade für Wenigfahrer gibt es mit ihm noch eine sparsame Alternative zu E-Auto oder Plug-in – wenn man Stadt- und Landstraßen bevorzugt.

Von

Jan-Menno Gebhardt