Nuance

Nuance: Nachfolger für das Head-up-Display

Haben Head-up-Displays bald ausgedient?

Touchscreens und Head-up-Displays werden immer größer. Doch bald dürfte auch ihre Zeit vorbei sein. Es gibt einen Nachfolger. 
Touchscreens, Displays und Head-up-Anzeigen werden immer größer. 48 Zoll misst der Screen im Byton M-Byte. Größer als das Head-up-Display im VW ID.3 ist kein anderes. Doch in Zukunft könnten diese Anzeigen auch schon wieder ausgedient haben. Nuance, die knapp 90 Prozent der Autohersteller mit ihren Sprachsystemen beliefern, arbeitet zusammen mit Saint-Gobain Sekurit an einem vielversprechenden Nachfolger. Dabei wird die gesamte Windschutzscheibe zu einem transparenten Bildschirm. Anders als beim Head-up-Display kann jeder im Fahrzeug die Anzeigen erkennen. Die Technologie kommt zwischen zwei Glasschichten zum Einsatz. Die Anzeigen auf der Windschutzscheibe lassen sich per Sprachbefehl und Eye-Tracking steuern, ohne dass dabei der Blick von der Straße wandert. 

Ein Teil der Technologie geht schon mal in Serie

Mit der neuen Technologie wird die Windschutzscheibe zum Mega-Display.

Mit Hilfe von Eye-Tracking und Spracherkennung kann der Fahrer mit Points of Interest außerhalb des Autos interagieren. Beispielsweise lassen sich Öffnungszeiten, Bewertungen oder andere Informationen über Geschäfte erfragen, an denen das Auto vorbeifährt. Klingt futuristisch? BMW hat genau das auf dem Mobile World Congress in Barcelona für ein Serienfahrzeug angekündigt. Nuance und Saint-Gobain Sekurit zeigen, wie im nächsten Schritt Points of Interest (POI) und passende Infos auf der Windschutzscheibe erscheinen. Die Informationen werden auf einem durchsichtigen Display in der Windschutzscheibe angezeigt. Per Eye-Tracking kann der Fahrer auf die digitalen Menüpunkte auf der Windschutzscheibe zugreifen. Kontaktdaten, Wetterinformationen, Navigation und Musik müssen so nicht länger über einen Touchscreen oder ähnliches bedient werden. 

Nuance gründet Automotive-Spin-off Cerence

Von Nuance wird man künftig sicherlich noch mehr in der Autoindustrie hören. Beziehungsweise von "Cerence". So lautet der Name für das Automotive-Spin-off, welches Nuance Communications nun bekannt gab. Die neue Markenidentität soll offiziell gelten, sobald das Unternehmen zum 1. Oktober 2019 aus Nuance ausgegliedert wird. Ab diesem Zeitpunkt wird Cerence ein unabhängiges, börsennotiertes Automotive-Softwareunternehmen. Das Kunstwort Cerence setzt sich aus visuellen und sprachlichen Assoziationen mit den Begriffen Intelligenz, Erfahrung, Gelassenheit und Kontrolle zusammen.

Autor: Stephan Fritz

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