Seit dem August 2017 ist der Autobauer Opel Teil des französischen Automobilkonzerns Groupe PSA. Der Verkauf der deutschen Traditionsmarke von General Motors an PSA wurde zwischen den Managern beider Konzerne so heimlich ausgehandelt, dass er sogar die Verantwortlichen in Rüsselsheim wie der viel bemühte Blitz aus heiterem Himmel traf. Mittlerweile sind die Nachwehen dieser Sensationsmeldung verklungen, und Carlos Tavares (Vorstandsvorsitzender PSA) hat die ersten Eckpfeiler der Opel-Strategie vorgestellt: die Elektrifizierung der gesamten Modellpalette bis 2025, wirtschaftlich erfolgreiche Modellreihen, die sich ohne Quersubventionierung allein tragen, und – eigentlich selbstverständlich – stärkere Kundenorientierung. Die Kunden stehen zurzeit auf Automobile, die ein bisschen Wildheit vermitteln. So gesehen hat der hier behandelte Crossland X durchaus das Zeug zum Publikumsliebling.

Der Crossland X ist der zeitgeistigere Nachfolger des Meriva

Opel Crossland X
Vans sind out, SUVs sind die neuen Familienhelden. Unlackierten Radläufe und Plastikeinsätze sollen den Crossland X zum trendigen Typen machen.
Bereits 2012 haben Opel und Peugeot die Kooperation zum Bau je zweier Crossovermodelle beschlossen: eine Entscheidung, die rückblickend fast wie ein Testballon wirken könnte. Aber in der Automobilindustrie sind solche Strategien mit dem Ziel der Kostenreduzierung gang und gäbe. Bei Opel ging aus dieser deutsch-französischen Gemeinschaftsentwicklung der SUVmäßig angehauchte, zeitgeistigere Nachfolger des Kompaktvan Meriva hervor – der hier behandelte Crossland X. Der Crossland X gehört ins B-Segment, sortiert sich also unterhalb der Kompakt-SUV ein. Seine umlaufende Kunststoffbeplankung soll ihn auf den ersten Blick vom Boden ab- und zugleich ins gesegnete SUV-Segment erheben.

Die Motoren-Palette reicht von 81 bis 130 PS

Leser, die nun gedanklich über den ähnlich positionierten Mokka X stolpern, liegen nicht ganz falsch, aber die Unterschiede sind mannigfaltig. So beginnt der Einstieg in den Crossland X bei 16.990 Euro, für den 40 PS stärkeren Basis-Mokka ruft Opel 3000 Euro mehr auf. Im Crossland X spannt sich die Palette von 81 bis 130, im Mokka X von 120 bis 152 PS, dazu gibt's Letzteren auf Wunsch mit Allrad, während der Crossland X nur vorderradgetrieben vom Band läuft. Im Crossland X gelingt der Fondeinstieg aufgrund größerer Türausschnitte deutlich bequemer. Auch lädt der Crossland X 410 Liter, mit den variablen Rücksitzlehnen (325 Euro) bis zu 520 Liter zu, da wirken die 356 Liter des Mokka X mager. Nachdem klar ist, dass beide Klein-SUV ihre Berechtigung im Opel Programm haben – wobei der Crossland X den Praktiker gibt –, können wir uns nun der Ausstattung des Neuen zuwenden. Diese und weitere Infos zum Opel Crossland X sowie die konkreten Kauftipps der Redaktion finden Sie in der Bildergalerie.

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Kaufberatung Opel Crossland X
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Von

Attila Langhammer