Opel in der Krise
Gipfeltreffen für Opel

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Ministerpräsidenten, Firmenchef, Gewerkschaftsboss: Eine "Elefantenrunde" hat in Frankfurt über die Zukunft von Opel beraten. Mehr als Absichtserklärungen kam am Ende nicht dabei heraus.
(dpa/cj) Angesichts der Sorgen um Opel sind die Ministerpräsidenten der vier betroffenen Bundesländer mit der Unternehmensspitze zusammengekommen. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) erklärte am Mittwochabend (30. Mai 2012) nach dem Treffen in Frankfurt: "Die Ministerpräsidenten haben an General Motors die Bitte herangetragen, keine endgültigen Entscheidungen zu treffen, bevor nicht alle Möglichkeiten einer Wachstumsstrategie geprüft sind, um alle Standorte zu erhalten." Ein Opel-Sprecher sprach von einem "sehr konstruktiven Gespräch“. Wegen des Sanierungskurses der Opel-Konzernmutter General Motors (GM) ist vor allem das Werk in Bochum mit rund 3200 Beschäftigten gefährdet.
Übersicht: Alle News und Tests zu Opel
Die Opel-Werke im Überblick
Deutschland: Bochum
In Bochum liefen 2011 ein Astra-Modell und zwei Zafira-Modelle vom Band. Nach Werksangaben arbeiten noch 3200 Beschäftigte direkt im Unternehmen sowie rund 1000 Menschen bei Partner- und Fremdfirmen.
Deutschland: Eisenach
In Eisenach bauen 1524 Beschäftigte den Corsa.
Deutschland: Rüsselsheim
Am Stammsitz Rüsselsheim werden der Insignia sowie ein Astra-Modell (5-Türer) gefertigt. Mitarbeiter: 13.825, davon 3200 in der Produktion.
Deutschland: Kaiserslautern
In Kaiserslautern bauen 2640 Beschäftigte Komponenten, Motoren und Achsen.
Polen: Gleiwitz
In Gleiwitz läuft seit 2011 nur noch der Astra (bis 2010 auch der Zafira) vom Band; in dem Werk sind 3523 Menschen beschäftigt.
Spanien: Saragossa
Am Standort Saragossa fertigen rund 6100 Mitarbeiter den Corsa, den Meriva und den Combo.
England: Ellesmere Port
Etwa 2100 Mitarbeiter bauen in Ellesmere Port Astra-Modelle.
England: Luton
In Luton werden die baugleichen Transporter Opel Vivaro und Renault Traffic von 1100 Beschäftigten gefertigt.
Weitere Standorte
Motoren und/oder Getriebe werden zudem in Szentgotthard (Ungarn/660 Mitarbeiter) und Aspern (Österreich/1736) sowie in einem Joint Venture ...
Weitere Standorte
... in Tychy (Polen) hergestellt. In Rüsselsheim und Turin hat der Hersteller Entwicklungszentren.
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Opel hat in Deutschland Standorte in Rüsselsheim, Bochum , Eisenach und Kaiserslautern. Der Autobauer leidet aber unter sinkendem Absatz und teuren Überkapazitäten. Obwohl erst Ende 2010 ein Werk geschlossen und die Zahl der Mitarbeiter zuletzt um mehr als 8000 auf inzwischen 39.000 reduziert wurde, kommt Opel deshalb nicht aus der Verlustzone. Um Opel profitabel zu machen, ist nun unter anderem geplant, die Produktion des künftigen Astra von 2015 an auf Ellesmere Port in England und das kostengünstige polnische Gleiwitz zu konzentrieren. Bislang wird der Astra auch im Stammwerk Rüsselsheim gebaut. Im Gegenzug könnte die Zafira-Produktion aus Bochum nach Rüsselsheim verlagert werden. Dies wiederum könnte das Aus für das Werk Bochum bedeuten.
Weitere Infos: Opel auf Sparkurs
Während GM in Nordamerika einen Rekordgewinn einfährt, verbucht der Konzern in Europa einen Verlust von mehreren hundert Millionen Euro. Das Europageschäft besteht überwiegend aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall. Bis Ende 2014 sind die deutschen Standorte seit der jüngsten Sanierung vertraglich gesichert – im Gegenzug verzichteten die Mitarbeiter europaweit auf 265 Millionen Euro jährlich.
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