Opel muss seinen Blitz entstauben und das angekratzte Markenimage wieder aufpolieren. Dafür besinnen sich die Rüsselsheimer auf alte Werte und bringen das 80er-Jahre-Kultauto Monza wieder auf die Straße. Die Studie, so jubelt Opel, sei ein Abbild der nächsten Generation von Opel-Modellen; seine Technologie sei zukunftsweisend nicht nur für die eigenen Autos, sondern für die Automobilbranche schlechthin. Der Monza Concept feiert auf der IAA in Frankfurt (12. bis 20. September) seine Weltpremiere.

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Opel Monza Concept
Beflügelt: Die Türen reichen von der A- bis zur C-Säule und klappen nach oben auf.
Bild: Werk
Optisch setzt Opel künftig auf einen sportlichen Look. Das viersitzige, 4,69 lange und 1,31 hohe Coupé hat ausladende Radkästen, eine schlanke Taille und soll so an den Körperbau eines Windhunds erinnern, heißt es in der Pressemitteilung. Da die Dachlinie coupé-unüblich zum Heck hin ansteigt, soll das Platzangebot für Passagiere und Gepäck (500 Liter Kofferraumvolumen) trotz der flachen Silhouette reichlich sein. Fehlen darf nicht die "Bügelfalte" in der modellierten Motorhaube; das klingt zwar eher spießig und passt somit eigentlich nicht mehr zur neuen Markenausrichtung, sieht aber knackig aus. Das augenfälligste Detail sind sicherlich die Flügeltüren, die von der A- bis zur C-Säule reichen (die B-Säule fehlt) und so ein komfortables Einsteigen ermöglichen sollen.
Opel Monza Concept
Das Cockpit ist 15 Zentimeter abgesenkt, ein LED-Multifunktionsdisplay zieht sich über die komplette Breite.
Bild: Werk
Im Innenraum hat Opel gleich eine Reihe von Innovationen am Start. Das gesamte Cockpit wurde um 15 Zentimeter abgesenkt, was die Atmosphäre etwas luftiger machen soll. Als "bahnbrechend" bezeichnen die Rüsselsheimer ihre Idee, ein über die gesamte Breite durchgängiges Multifunktionsdisplay einzubauen, auf dem 18 LED-Projektoren nicht nur fahr(zeug)relevante Details anzeigen, sondern auch Infotainment-Specials und dekorative Elemente aufglimmen lassen können – in 3D. Ist das Smartphone angeschlossen, kann der Fahrer zwischen den drei "Erlebniswelten" ME, US und ALL wählen und so ganz nach Bedarf entweder nur fahrrelevante Daten oder die komplette Internet-Community aufs Display holen. Wer möchte, kann beispielsweise sein aktuelles Fahrtziel posten und spontan Mitfahrer mitnehmen – Carsharing 3.0. 
Opel Monza Concept
Klingt spießig, sieht cool aus: die "Bügelfalte" in der Motorhaube.
Bild: Werk
Neben der Vernetzung sei die Effizienz ein weiteres Kernthema in der Opel-Entwicklung, so der Hersteller weiter. Da der Monza Concept auf einem modularen Design basiere, bestehe für die Wahl der Motorisierung größtmögliche Flexibilität. Auch alternative, elektrische Antriebe seien denkbar; das auf der IAA gezeigte Konzeptfahrzeug fahre mit einem Elektroantrieb samt Reichweitenverlängerer vor. Als Range Extender fungiert der neue Dreizylinder 1.0 SIDI Turbo, der ebenfalls auf der IAA seine Premiere feiert – allerdings wird er anstelle von Benzin mit Gas (CNG, Compressed Natural Gas) befeuert, was die CO2-Bilanz nochmals deutlich verbessere.
Der Monza Concept gebe der Opel-Zukunft ein unverwechselbares Gesicht und zeige, was Opel-Kunden "in wenigen Jahren" erwarte, so Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Er greife damit schon heute dem automobilen Alltag der Zukunft voraus "und dient nicht nur Opel als wichtiger Impulsgeber auf dem Weg dorthin". Opel als Vorreiter der Automobilbranche. Das ist doch mal ein Ziel.