Vom Rekord Caravan bis zum Astra Sports Tourer: Opel und der Kombi haben eine lange gemeinsame Geschichte. Schon 1953 brachte die Marke mit dem Olympia Rekord Caravan einen frühen europäischen Vertreter dieser Karosserieform auf die Straße. Es folgten Kadett Caravan, Rekord und Omega Caravan, später Vectra und Insignia Sports Tourer – und heute trägt der Astra Sports Tourer die Kombi-Fahne in Rüsselsheim.

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Mit dem Opel STX Concept soll diese Geschichte nun ins Elektrozeitalter übersetzt werden. STX steht für "Sports Tourer eXperimental". Die Studie wird auf der Paris Motor Show 2026 gezeigt und soll nicht nur einen möglichen Kombi der Zukunft skizzieren, sondern auch verraten, wohin sich das Opel-Design insgesamt entwickelt.

Aktive Aerodynamik im Heckbereich

Schon an der Front wird deutlich: Opel will seine aktuelle Designsprache weiterentwickeln. Der bekannte Vizor bleibt erhalten, fällt beim STX aber deutlich höher und markanter aus. Vertikal angeordnete Lichtlamellen bilden die äußeren Bereiche der Front und laufen zur Mitte hin aus.
Opel STX Concept
Große Aero-Klappen am Heck des Fahrzeugs verbessern die Luftströmung hinten, um sogenannten "Drag" – also Luftwiderstand – zu verringern.
Bild: Stellantis
Im Zentrum sitzt der beleuchtete Opel-Blitz. Zusammen mit der Bügelfalte der Motorhaube bildet er den sogenannten Opel-Kompass – ein Gestaltungselement, das die Marke bereits bei aktuellen Modellen verwendet. Ein Detail, das auch am Heck wieder aufgenommen wird. Der Abschluss fällt auffällig steil aus, was nicht nur der Optik dienen, sondern auch möglichst viel Laderaum ermöglichen soll. Schmale horizontale Rückleuchten greifen die Gestaltung der Front auf, mittig sitzt ein beleuchteter Opel-Schriftzug.
Opel STX Concept
Die neue Leuchtengrafik erstreckt sich über drei Level, unten kommen zwei einzelne Frontsplitter-Elemente zum Einsatz.
Bild: Stellantis
In der Seitenansicht wirkt der STX flach und lang gestreckt. Kurze Überhänge, ein langer Radstand und die steile Heckklappe lassen den rund 4,70 Meter langen Kombi eher wie ein Fünf-Meter-Schiff wirken. Dazu kommen stark ausgeformte Radhäuser, die dem STX Concept einen sportlicheren Auftritt geben. Statt klassischer Außenspiegel setzt die Studie auf Kameras.
Opel STX Concept
Das Heck ist vertikal gestaltet und bildet eine scharfe Kante, was zusätzlich zu den aktiven Aero-Elementen zur Verbesserung des Luftstroms beiträgt.
Bild: Stellantis
Besonders interessant wird es bei der Aerodynamik. Opel stattet den STX mit beweglichen Karosserieelementen aus. Bei entsprechendem Tempo fahren unter dem Heck Diffusor-Elemente heraus. Zusätzlich können sich hinter den Hinterrädern vertikale Elemente nach außen beziehungsweise hinten bewegen. Damit soll der Luftstrom je nach Fahrsituation optimiert werden.

Design dürfte zuerst bei einem SUV kommen

Da es sich um eine Designstudie handelt, liegen keine konkreten Daten zum Antrieb vor. Fest steht: Der STX Concept fährt elektrisch und besitzt Allradantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 200 km/h liegen. Angaben zu Leistung, Batteriegröße, Reichweite oder Ladeleistung macht Opel dagegen noch nicht. Damit bleibt offen, wie nah die Studie technisch bereits an einem möglichen Serienmodell liegt.
Opel STX Concept
Opel-Chefdesigner Florian Theis erklärt die Idee des Konzeptfahrzeugs im Gespräch mit AUTO BILD.
Bild: Stellantis
Dass der Astra Sports Tourer das erste Modell mit der neuen Opel-Designsprache wird, ist aber unwahrscheinlich. Schließlich hat der Kombi erst in diesem Jahr ein Facelift bekommen. Als erstes Modell, das zumindest einzelne Elemente dieser Studie in die Serie überführt, ist ein von Opel in Zusammenarbeit mit Leapmotor geplantes SUV deutlich wahrscheinlicher. Das Auto soll 2027 vorgestellt werden. Bis dahin müssen wir uns aber noch gedulden.