Opel wieder Aktiengesellschaft
Gestern GmbH, heute AG

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Die bisherige Opel GmbH startet als Aktiengesellschaft ins neue Jahr 2011. Lesen Sie hier, was Vorstands-Chef Nick Reilly zum Thema Börsengang der Opel AG sagt.
(dpa) Opel ist wieder eine Aktiengesellschaft. Das Amtsgericht Darmstadt bewilligte den Antrag zur Änderung der Rechtsform von einer GmbH in eine AG, teilte das hundertprozentige Tochterunternehmen des US-Autobauers General Motors (GM) am 5. Januar 2011 in Rüsselsheim mit. "Für Opel ist dies ein ausgezeichneter Start ins neue Jahr und ein weiterer Schritt bei der Umsetzung unseres Zukunftsplans, mit dem wir das Unternehmen wieder zu wirtschaftlichem Erfolg führen wollen", sagte Firmen-Chef Nick Reilly, der ab sofort Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG ist. Er betonte, ein Börsengang sei "weder heute noch morgen geplant". Opel war seit 1929 eine AG und wurde erst 2005 auf Betreiben der damaligen GM-Führung in eine GmbH umgewandelt. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz ist überzeugt: "Das war der Anfang vom Niedergang des Unternehmens."
In der Bildergalerie: Opel-Chef Nick Reilly im Interview

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Opel wird 2010 mit einem Verlust von rund 1,4 Milliarden Euro abschließen. Das sei aber hauptsächlich auf das erste Halbjahr und die hohen Restrukturierungskosten zurückzuführen, betonte Reilly. Opel will Überkapazitäten abbauen und in Europa 8000 der ehemals 48.000 Stellen streichen. Ein Großteil der Maßnahmen wurde bereits umgesetzt. Im Werk in Antwerpen stehen die Bänder seit Dezember still. 2011 peilt Reilly operativ wieder eine schwarze Null an, nach Restrukturierungskosten aber ein Minus von 500 Millionen Euro. 2012 soll der Hersteller wieder vollständig profitabel sein.
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