Selbst durchgeführte Tests zur Entlastung des Opel Zafira sorgen für neuen Wirbel. Ende Oktober 2015 hatten die Rüsselheimer nach eigenen Angaben Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe (DUH) entkräftet, wonach beim 1,6 Liter starken Euro-6-Diesel überhöhte NOx-Werte gemessen wurden. Nun erhebt das ARD-Magazin "Monitor" neue Anschuldigungen gegen die Blitz-Marke. Laut des Prüfprotokolls von insgesamt drei Messungen, das der Redaktion vorliege, hätten Verbrauch und CO2-Werte um 15 Prozent über den offiziellen Angaben gelegen. Mehr noch: Weitere Messungen von "Monitor" in der Schweiz hätten Überschreitungen von rund 20 Prozent, also einem Fünftel der Angaben, ergeben. Opel gibt auf seiner Website für einen 1,6 l CDTi Ecoflex mit 136 PS den Verbrauch mit 4,1 bis 4,5 Litern kombiniert und den Emissionsausstoß mit 109 bis 119 g CO2/km an. Dieser Motor wird auch in anderen Fahrzeugen des GM-Konzern eingebaut.

Opel weist Vorwürfe zurück

In einer Stellungnahme wies Opel die Vorwürfe von "Monitor" und der DUH "mit Nachdruck und Entschiedenheit" zurück. Laut Zertifizierung müsse das geprüfte Fahrzeug einen CO2-Wert von 119 g/km einhalten. "Unsere Informationsmessungen ergaben durchgehend Werte, die innerhalb des 10-Prozent-Rahmens lagen, auf den 'Monitor' Bezug nimmt", heißt es. Die Behauptung, die Werte würden den Zertifizierungswert von 15 Prozent überschreiten, ließen sich nur mit einem falschen Zertifizierungswert erklären, von dem "Monitor" ausgehe.

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