Opel Zafira C: Gebrauchtwagen-Kaufberatung

Das sind die Stärken des Zafira

Der dritte Opel Zafira ist ein problemfreier Gebrauchtwagen für die Familie – wenn der Pflegezustand stimmt. AUTO BILD zeigt, wo Sie hinschauen sollten. Dazu gibt es drei interessante Angebote!
Ein Opel Zafira C (gebaut von 2012 bis 2019) ist das perfekte Auto für Familien und Vielfahrer. Wer beides unter einen Hut bringen muss, der kommt am Zafira kaum vorbei. Grundsätzlich zeigt sich der Opel-Van als flexibel und langlebig. Mit seinen hervorragenden AGR-Sitzen ("Aktion Gesunder Rücken") entschleunigt er auf langen Fahrten besser als so manche Luxuslimousine. Und als Gebrauchtwagen ist er nicht mal wirklich teuer. Okay, hier und dort hakt es, die TÜV-Bilanz ist nicht perfekt. Hier kommt die Bilanz des AUTO BILD-Dauertests – inklusive Tipps, worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Zafira achten sollten!

Drei gebrauchte Zafira mit Garantie

AUTO BILD hat im großen Gebrauchtwagen-Angebot drei interessante Zafira C herausgesucht: Bei allen ist eine Gebrauchtwagengarantie im Preis enthalten. Kandidat Nummer eins ist dieser schwarze Opel Zafira Active mit einem 120 PS starken 1,6-Liter-Diesel, der aktuell in Saerbeck (NRW) verkauft wird. Der Wagen wurde im März 2017 zum ersten Mal zugelassen, schafft Euro 6 und wird sowohl als unfallfrei als auch als scheckheftgepflegt beschrieben. 129.629 Kilometer stehen auf dem Tacho. Der Händler verlangt 11.925 Euro.

Opel Zafira Active 1.6 in Saerbeck

Ein Händler in Burgstädt (Sachsen) hat einen grauen Opel Zafira Innovation im Angebot, ebenfalls bestückt mit dem 120-PS-Diesel. Bei ihm zeigt der Tacho 95.501 Kilometer an. Auch dieser Zafira ist laut Händler unfallfrei und scheckheftgepflegt und hält ebenfalls die Euro-6-Schadstoffnorm ein. 12.980 Euro muss der Käufer anlegen.

Opel Zafira Innovation 1.6 in Burgstädt

In Düsseldorf (NRW) wird schließlich ein schwarzer Opel Zafira Edition 1.6 inseriert. Auch dieser dritte Zafira im Bunde hat, wie die beiden anderen Angebote, den 1,6-Liter-Dieselmotor mit 120 PS unter der Haube. Er schafft genauso die Schadstoffnorm Euro 6 und wird ebenfalls als unfallfrei und scheckheftgepflegt beschrieben. Dafür unterscheiden sich zwei andere Werte: Auf dem Tacho stehen nur 52.450 Kilometer, weshalb dieser Zafira auch stolze 14.450 Euro kosten soll.

Opel Zafira Edition 1.6 in Düsseldorf

Der Zafira begeistert als Raumwunder mit vielen Sitzen

Ölverlust an Motor und Getriebe: Der dritte Zafira bekommt vom TÜV Punkte abgezogen.

Der Opel Zafira erfreut seit 1999 mit seinem großen Platzangebot und bis zu sieben Sitzen. Die dritte Generation zieht den Blick des Betrachters auch auf ihr feines Design. Neben seiner Serienausstattung punktet der Zafira C mit einer Vielzahl seinerzeit aufpreispflichtiger Assistenzsysteme zur Unterstützung des Fahrers. Auch die genial versenkbare dritte Sitzreihe war bei seinem Erscheinen nicht mehr serienmäßig an Bord, ist heute beim passenden Gebrauchten aber vorhanden. Zafira Tourer mit einfacher Ausstattung haben für nur fünf Personen Platz. "Tourer" hieß der Zafira von 2012 bis zum Facelift 2016. Danach fiel der Zuname wieder weg. Motoren mit 110 bis 200 PS stehen zur Wahl. Dazu gibt es Erdgas- und Autogasversionen, die ordentlich sparen können. Wer mit seinem Zafira gerne schnell fährt, greift zum 200 PS starken 1.6 SIDI. Der sorgt für mächtig Vortrieb. Die TÜV-Bilanz ist in den Prüfkapiteln Fahrwerk, Licht, Bremsen und Umwelt durchschnittlich. Die Prüfer monieren gerne mal den Zustand der Federn und der Bremsscheiben. Allerdings sind das noch keine großen Schwächen. Die gibt es bei dieser Zafira-Generation nämlich auch: Der Opel kleckert mit Öl! Eine Handvoll Rückrufe sorgte während der Bauzeit für Ärger bei den Besitzern. 2012 musste die Abdeckung des Beifahrerairbags oder gleich die ganze Instrumententafel getauscht werden. 2015 machte die Anzeige der elektrischen Feststellbremse Probleme, 2017 brauchte der Zafira wegen fehlerhafter Zündchemikalien ein neues Airbagmodul. 

Langstreckenauto für weite Reisen

Der Dauertest ergab, dass der Zafira Wunder gegen Stress wirkt. Einige Kleinigkeiten nerven allerdings.

Während des 100.000-Kilometer-Dauertests von AUTO BILD konnte sich der große Opel vor allem einen Ruf als Entschleuniger auf langer Strecke erarbeiten. Der Geradeauslauf wirkte beruhigend auf Fahrer und Passagiere, die effektiv zupackenden Bremsen trugen ihr Übriges bei. Das Fahrwerk bügelte böse Straßenschäden erfolgreich aus, obwohl Opel es relativ straff abgestimmt hatte. In die Nähe seiner dynamischen Grenzen gebracht, quittierte der Zafira allzu wilde Gaspedal-Spielereien Spiel mit leichtem Taumeln um die Längsachse. Die Bedienung gestaltete sich dagegen vollkommen selbsterklärend, der bärenstarke 2.0 CDTI machte aus dem Zafira einen Reisemeister. Und Opels AGR-Sitze (AGR steht für "Aktion Gesunder Rücken") sind sowieso ein Vorbild in Sachen Rückenhalt und Reisekomfort. Doch der Testwagen wusste auch zu nerven. Das manuelle Getriebe fing mit steigender Laufleistung an zu hakeln, weil die Führung des Schalthebels nachließ. Nach nur 30.000 Kilometern waren die Einstiegsleisten zerkratzt. Das wies auf den Einsatz von unnötig billigem Kunststoff hin. Gleiches Bild beim arg billig geratenen Teppich im Fuß- und Laderaum. Das Infotainmentsystem empfand die Redaktion mit pixeligen Displays und verworrenen Funktionen insgesamt als veraltet und zu komplex. Das Navi, die Bluetooth-Funktion und der Kollisionswarner stürzten zudem mehrfach ab. Der Regensensor des Testwagens gönnte sich wie das Start-Stopp-System gerne eine störende Gedenksekunde. Darüber hinaus blieben die defekten Vibrationsdämpfer an der Hinterachse beim Check in der Werkstatt unerkannt.

Zafira als Vorbild in Sachen Vielseitigkeit

Einen gebrauchten Opel Zafira findet man zu zivilen Preisen, sogar als Euro-6-Diesel.

Zafira Nummer drei mag für manchen Geschmack etwas nüchtern wirken, aber er bietet zum fairen Preis mehr Platz als gleich große SUVs. Mit seinen 4,65 Metern Länge muss er keine Angst vor Parkplätzen haben, auch nicht in der Großstadt. Sein variabler Innenraum macht ihn neben dem treuen Familienkombi auf Wunsch auch zum Möbeltransporter. Je nach Variante punktet er mit mehr als 650 Kilo effektiver Zuladung! Ist die optionale dritte Sitzbank im Einsatz, passen allerdings nur noch 152 Liter Gepäck in den Kofferraum. Es können dann aber bis zu sieben Personen an Bord des Opel reisen. Die große Bewegungsfreiheit in Reihe eins und zwei des insgesamt weitläufig gestalteten Innenraums fällt positiv auf.  Da haben die Opelaner ihrem Van eine weitere Qualität mitgegeben. Mit ein paar Zusatzausstattungen aufgewertet, wird der Zafira C zudem richtig komfortabel. Der Gebrauchtwagentest zeigte 2017, dass man die Macher in Rüsselsheim nur lassen musste, wenn man wollte, dass sie gute Autos bauen.
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*Preise: Stand 17.04.2020
Beim 2016er Facelift hat Opel das überfrachtete Cockpit ordentlich entrümpelt. Wer sich für einen Diesel interessiert, der sollte sich nach einem Auto umsehen, das ab 2015 vom Band gelaufen ist. Ab diesem Zeitpunkt schaffen die Selbstzünder Euro 6 und eignen sich daher für den fahrverbotfreien Einsatz in der Großstadt. Dass der Zafira trotz AdBlue in Sachen Abgasreinigung mit einem Thermofenster arbeitet, muss erwähnt werden. Doch die Tatsache rüttelt nicht an der Abgasnorm. Vielfahrer-Autos können deutliche Gebrauchsspuren haben, weil Raumangebot und Zuladung gerne ausgenutzt werden. Perfekt aufgestellt ist der Zafira C mit dem 1,6 Liter großen Euro-6-Diesel. Und herrlich sparsam ist er obendrein. Hier gibt es weitere gebrauchte Opel Zafira mit Garantie!

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