Peugeot E-308 Facelift: Test
Im frischen E-308 steckt jetzt ein größerer Akku

Peugeot hat den 308 renoviert. Es gibt ihn weiter als Fünftürer und Kombi und mit vier Antrieben. Erste Fahrt mit dem E-308 mit 156 PS und 58-kWh-Akku.
Bild: Stellantis
Unter den mehrheitlich braven Kompakten war der Peugeot 308 stets so etwas wie ein Hingucker, eigenständig und mit zurückhaltender Eleganz. Seit 2021 wird die aktuelle Auflage gebaut, jetzt gab es ein Facelift.
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Der 308 kommt mit neuer Front, großem Grill in Wagenfarbe, beleuchtetem Markenlogo (ab GT) und Lichtelementen in der typischen Krallenform.
Ergonomie passt nicht jedem
Betont eigenständig ist ja auch das 308-Interieur mit dem sehr kleinen Lenkrad und den darüber liegenden Instrumenten. Das sieht interessant aus – passt aber nicht jedem, wir empfehlen unbedingt eine Sitzprobe.

Gewöhnungsbedürftig: Typisches Peugeot-Cockpit mit dem kleinen Lenkrad und den darüber liegenden Instrumenten.
Bild: Stellantis
Eingerichtet ist der 308 wohnlich, geschmackvoll und mit einem ansprechenden Materialmix. Die Instrumente selbst sind konfigurierbar, schön gemacht und kommen auf Wunsch auch in 3D-Optik.
Der Touchscreen fürs Multimedia ist 10 Zoll groß, die Menüs sind wie bisher verworren und verschachtelt, Schrift und Icons kleinteilig, der Bildschirm reagiert verzögert. Hilfreich sind die sogenannten i-Toggles, programmierbare Kurzwahltasten.

Etwas ungemütlich: Die Rückbank ist flach montiert, ihre Sitzfläche zu kurz. Für Große fehlt Platz vor den Knie und über dem Kopf.
Bild: Stellantis
Vorn geht es klassenüblich luftig zu, dazu gibt es gut geschnittene, bequeme Sitze. Im Fond ist das Platzangebot aber nicht allzu üppig, der Platz für lange Beine und über dem Scheitel ist eher knapp. Auf der flach montierten Rückbank mit ihrer kurzen Auflage sitzen vor allem Größere nicht übermäßig gemütlich.
Technisch ein Bruder des Opel Astra
Der 308 steht auf der EMP-2-Plattform (Efficient Modular Platform) von Stellantis, teilt sich die Technik etwa mit DS 4 und Opel Astra. Ein Vorteil der Plattform: Sie ermöglicht unterschiedliche Antriebe, Verbrenner und Elektro.

Multitalent: Der 308 steht wie der Opel Astra auf der EMP-2-Plattform von Stellantis. Sie ermöglicht viele Antriebsoptionen.
Bild: Stellantis
Mit vier verschiedenen Motoren liefert Peugeot den 308: als 48-Volt-Mildhybrid mit 145 PS Systemleistung (1,2-Liter-Dreizylinder mit 136 PS plus E-Motor mit 21 PS), als Plug-in-Hybrid mit 195 PS Systemleistung (1,6-Liter-Vierzylinder mit 150 PS plus E-Motor mit 125 PS), als 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 131 PS und als hier gefahrenen E-308 mit 156-PS-Elektromotor.
Der 400-Volt-Akku ist jetzt 58,3 kWh groß (brutto, bisher waren es 54 kWh) und soll eine größere Reichweite von bis zu 450 Kilometern ermöglichen, bisher waren es 415 Kilometer (WLTP).
Fahrzeugdaten
Modell | Peugeot E-308 |
|---|---|
Motor | Permanentmagnet-Synchronmotor, (PSM), vorn |
Leistung | 115 kW (156 PS) |
max. Drehmoment | 270 Nm |
Antrieb | Frontantrieb, Einganggetriebe |
0–100 km/h | 9,8 s |
Vmax | 170 km/h |
Länge/Breit/Höhe | 4367/1852/ 1438 mm |
Leergewicht | 1884 kg |
Kofferraum | 361–1258 l |
Verbrauch (WLTP) | 15,6 kWh/100 km |
Preis | ab 42.435 Euro |
Geladen werden kann der E-308 wie bisher mit 11 kW Wechselstrom und maximal 100 kW Gleichstrom – das ist auch im Vergleich nicht so toll. Von 20 auf 80 Prozent Batterieladung braucht es jetzt im besten Fall 32 Minuten – bisher waren es 35 Minuten.
Fahrleistungen nicht überragend
Der E-308 beschleunigt sanft und zügig, aber bestimmt nicht übertrieben rasant. Den Standardsprint von 0 auf 100 km/h soll er in 9,8 Sekunden schaffen, maximal sind 170 km/h drin (alles wie bisher).

Ohne Elektropunch: Der Peugeot E-308 beschleunigt in 9,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Maximal sind 170 km/h drin.
Bild: Stellantis
Das System lässt sich gut dosieren, die Rekuperation ist in drei Stufen mit den Schaltwippen am Lenkrad verstellbar – einen One-Pedal-Fahrmodus bis zum Stillstand gibt es allerdings nicht.
18-Zöller bringen etwas Härte
Der knapp 1,9 Tonnen wiegende E-308 fährt sich sicher und verbindlich, mit einem angenehm leichtfüßigen Fahrgefühl. Die leichtgängige Lenkung könnte allerdings gern etwas mehr Rückmeldung liefern, so wirkt sie leicht nervös und aufgeregt.

Der E-308 ist verbindlich abgestimmt. Das Fahrwerk filtert längere Wellen und Unebenheiten souverän weg. Nur die 18-Zöller rollen etwas steif ab.
Bild: Stellantis
Längere Wellen und gröbere Unebenheiten nimmt der 308 recht souverän, mit den 18-Zoll-Rädern rollt er allerdings ziemlich steif ab, nimmt kurze Stöße durchaus spröde bis kantig.
Preisliste startet bei 42.435 Euro
Den E-308 gibt es ab 42.435 Euro in der Ausstattung Style (u. a. mit LED-Licht vorn und hinten, 18-Zoll-Rädern, 10-Zoll-Display, Zwei-Zonen-Klima). Der GT (u. a. mit Matrix-LED, Infotainment mit Echtzeit-Navi, Acht-Farben-Ambientelicht) kostet ab 49.690 Euro, im Leasing gab es ihn zum Redaktionsschluss ab 489 Euro.
Diese Reise wurde unterstützt von Peugeot. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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