Peugeot e-Rifter: Test, Motor, Preis, Kastenwagen, Nutzfahrzeug, Van
Der Lastesel: Was hat der elektrische Peugeot Rifter auf dem Kasten?

Ausschließlich per Akku – so lautet Peugeots Devise im Hochdach-Universum. Passt das auch beim Rifter? AUTO BILD Hat es getestet.
Bild: Stellantis
Entsprechend summen genetisch nahestehende Typen wie der Peugeot e-208 oder der formal identische Opel Combo-e auf ähnlich ordentlichem Niveau. Ergo muss der Peugeot Rifter (als Mix aus beidem) doch eine Art präzise Fahrkopie ergeben, oder? Stimmt! Der Rifter macht seine Sache sogar sehr gut. Weil hier das funktionale Optimum dieser kleinen Kastenwagen auf die richtige Portion Elektroantrieb trifft.

Bilder im Blick: volldigitales Cockpit, Bildschirm auf der Mittelkonsole mit wenigen festen Tasten bestückt.
Bild: Stellantis
Der Rifter ist auf allen Plätzen wohnlich
Den Rifter holt Peugeot ja eigentlich aus der kantigen Nutzfahrzeug-Ecke. Also haben wir es hier mit karger Einrichtung und lauer Dämmung zu tun? Im Gegenteil. Der Rifter wirkt wohnlich auf allen Plätzen, bietet den sehr eigenen und für Menschen bis etwa 1,85 Meter Größe auch praktischen Effekt des besonders kleinen Lenkrads.
Die Bedienung fällt (beispielsweise dank separatem Klimabedienteil) leicht, die reduziert-übersichtlichen Darstellungen auf Fahrerdisplay und Hauptbildschirm überfordern nicht.
Ganz hinten ist es eng
Unser L2-Testwagen mit 19 Zentimeter längerem Radstand bietet mit maximal 2693 Liter Ladevolumen besonders viel Platz für Gepäck. Gegen Aufpreis von 750 Euro baut Peugeot in die Langversion eine dritte Sitzreihe ein – mit zwei eher dürftig dimensionierten Sitzen.

Sieben gehen rein: zusätzliche Sitze in der dritten Reihe für 750 Euro Aufpreis möglich – dort geht es aber beengt zu.
Bild: Stellantis
Klasse: Das Auto ist trotz 4,75 Meter Länge übersichtlich, die üppigen Außenspiegel helfen beim Rangieren und im hektischen Spurwechsel. Etwas arg hemdsärmelig wirken die Verkleidungsmaterialien – zumindest im Zusammenhang mit den über 42.000 Euro Kaufpreis könnten wir uns mehr Feinschliff vorstellen.
Fahrzeugdaten
Modell | Peugeot e-Rifter L2 |
|---|---|
Akkukapazität | 50 kWh |
Leistung | 100 kW (136 PS) bei 5000/min |
max. Drehmoment | 260 Nm |
Antrieb/Getriebe | Front/Eingang |
0-100 km/h | 11,7 s |
Vmax | 135 km/h |
Testverbrauch | 27,6 kWh/100 km |
Test-CO2 | 0 g/km |
Reichweite | 202 km |
Länge/Breite/Höhe | 4753/1848-2107*/1882mm |
Radstand | 2975 mm |
Sitzhöhe | 730 mm |
Kofferraumvolumen | 806-2693 l |
Leergewicht | 1880 kg |
Zuladung | 440 kg |
Anhängelast | 750 kg |
Garantie | 2 Jahre |
Preis (vor Förderung) | ab 42.440 Euro |
Es ist quasi ein Standard-Elektroelement verbaut: 136 PS stark, von einem 50-kWh-Akkuspeicher versorgt, auf 135 km/h Spitze begrenzt, beim Beschleunigen gezügelt – so geht's vernünftig, aber zügig genug voran. Die E-Maschine lässt sich angenehm fein dosieren, auch bei Tempo 100 aufwärts legt er noch spürbar an Geschwindigkeit zu.

Peugeot verspricht 271 Kilometer Reichweite für den e-Rifter. In unserem Verbrauchstest waren es rund 60 Kilometer weniger.
Bild: Stellantis
Etwas über 200 Kilometer Reichweite
Leise läuft er sowieso, sorgsam federt er – gut so! Laut Peugeot kommt der Rifter 271 Kilometer weit, laut AUTO BILD rund 60 Kilometer weniger. Drei Fahr- beziehungsweise Leistungsmodi stehen bereit, im Eco-Programm wirkt der Rifter jedoch ordentlich zugeschnürt.
Grundpreis jenseits der 40.000-Euro-Marke
Zwei Ausstattungslinien, zwei Radstände – das macht das Kostenthema übersichtlich. Aber nicht erträglicher. Denn als lange Karosserievariante mit der schlichteren Allure-Ausstattung kostet der Rifter ab 42.440 Euro – kein Familien-Pappenstiel! Dafür fahren Assistenz und Parkhilfe ab Werk mit, das bessere Audiosystem mit DAB+ kostet erträgliche 200 Euro zusätzlich.
Den Verbrauch (nach AUTO BILD-Test) von 27,6 kWh auf 100 Kilometer empfinden wir allerdings als etwas zu hoch – so gesellt sich noch ein kleines Minus zu dem großen Plus.
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