Polestar hat die Studie O2 vorgestellt. Der 2+2-Sitzer zeigt, wie die Marke sich einen elektrischen Roadster vorstellt. Das Ergebnis wirkt ziemlich serienreif, zum Antrieb schweigt der Hersteller noch.

Optik: Roadster mit Panorama-Hardtop statt Stoffverdeck

Das Design orientiert sich klar am Polestar Precept: zweigeteilte Thors-Hammer-Scheinwerfer, durchgängiges Rückleuchtenband, das an den Seiten eckig nach unten weitergeführt wird, keine Heckscheibe, viele Ecken und Kanten. Dazu hat der O2 die typischen Sportwagenproportionen, ist flach und breit mit kurzen Überhängen und kompakter Fahrgastzelle. Statt eines klassischen Stoffverdecks hat Polestar sich für eine ungewöhnliche Hardtop-Variante mit Panoramadach entschieden.

Weil beim Elektroauto natürlich die Aerodynamik besonders wichtig ist, gibt es Luftleitkanäle, die in die Karosserie integriert sind und den Luftstrom über die Räder und die Seiten lenken. Gleichzeitig wirken die ausgeformten Rücklichter wie Airblades, sie sollen Verwirbelungen hinter dem Auto reduzieren. Wie bei vielen Studien ersetzen Kameras die Seitenspiegel.

Innenraum: Hochkant-Display und eckiges Lenkrad

Auch der Innenraum ähnelt dem Precept stark. Knöpfe gibt es kaum noch, dafür ein 15 Zoll großes Hochkant-Display. Die Software dahinter dürfte ebenfalls die nächste Generation des Android-basierten Infotainmentsystems sein, das Polestar zusammen mit Google entwickelt hat. Anders als beim Precept gibt es beim O2 jedoch einen runden Regler auf der ansonsten leeren Mittelkonsole, mutmaßlich kann damit das Infotainment-System bedient werden. Zur Größe des schmalen digitalen Tachos hinter dem oben und unten abgeflachten Lenkrad macht Polestar noch keine Angaben, wahrscheinlich misst es aber wie im Precept 12,5 Zoll.
Polestar Concept Car
Die Fahrstufen werden wie beim Precept über einen Lenkstockhebel ausgewählt.

Nachhaltigkeit: recyceltes Polyester und gekennzeichnetes Aluminium

Wie schon bei den vorangegangen Studien, ist auch beim Polestar O2 Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. In diesem Fall steht Recycling im Vordergrund. Darum hat man sich entschieden, möglichst viel aus einem Stoff herzustellen. Das würde das Recycling der Serienautos vereinfachen. Beim O2 sind alle weichen Materialien im Innenraum aus recyceltem Kunststoff.
Polestar Concept Car
Wiederverwendetes Polyester für alle weichen Materialien im Innenraum und gekennzeichnetes Aluminium sollen das Recycling vereinfachen.
Damit die verschiedenen Aluminiumlegierungen des Chassis wiederverwendet werden können, wurden sie gekennzeichnet. Damit möchte Polestar sogenanntes downcycling vermeiden, also die Zusammenfassung verschiedener Aluminiumsorten zu einem qualitativ schlechteren Produkt und die daraus resultierende Nachproduktion von neuem, hochwertigem Aluminium.

Ausstattung: mit autonomer Kameradrohne hinter den Rücksitzen

Hinter den Rücksitzen hat der O2 noch ein kleines Gimmick: eine autonome Kameradrohne. Sie kann während der Fahrt starten und dem Auto bis zu einer Geschwindigkeit von 90 km/h folgen. Dabei nimmt sie einen kleinen Film der Fahrt des Roadsters auf. 
In den kommenden drei Jahren will Polestar pro Jahr ein neues Modell auf den Markt bringen, den Anfang dürfte der Polestar 3 machen. Ob darunter auch die Serienversion des Polestar O2 sein wird, bleibt abzuwarten.