Acht Poliermaschinen im Test: Ergebnisse

Acht Poliermaschinen im Test: Ergebnisse

Poliermaschinen im Test

Welche zeigt Glanz-Leistung?

AUTO BILD und die GTÜ haben acht Poliermaschinen getestet. Der Preis-/Leistungssieger kostet unter 50 Euro. Und: Tipps zum Polieren mit der Maschine.
Schon mal von Hand poliert? Das ist echte Schwerstarbeit mit Muskelkater-Garantie. Wer sich den schweißtreibenden Job erleichtern möchte, nutzt eine Poliermaschine. Aber aufgepasst, unser Praxistest mit der GTÜ zeigt, nicht alle sorgen für eine frustfreie Autopflege. Acht Poliermaschinen von 48 bis 178 Euro mussten ihr Können unter Beweis stellen und einen polierbedürftigen Wagen wieder auf Hochglanz bringen.

Kunzer, SPTA und Krauss sind Top-3 im Poliermaschinen-Test

Der Test umfasste insgesamt zwölf Einzelwertungen in den vier Kapiteln Ausstattung, Anwendung, Wirkung und Kosten. Dabei leisteten sich einzelne Polierer bereits in der Bedienungsanleitung vermeidbare Schwächen. So lieferten SPTA, Krauss und Ferm keine oder fast keine Hinweise darauf, wie man mit den Geräten arbeitet. Für ein gutes Polierergebnis kommt es unter anderem darauf an, die Drehzahl einerseits variieren zu können. Und andererseits sollte die Drehzahl auch bei druckvollem Arbeiten konstant bleiben. Das schafften zur Zufriedenheit nur die drei Besten im Test: Kunzer, SPTA und Krauss, die auch bei Anlaufverhalten und Laufruhe punkten konnten. Für effektives Arbeiten am Fahrzeugblech sollten die Geräte über ausreichend lange Kabel verfügen. Bis auf Einhell, mit kurzen 2,10 Metern, liefern alle Längen von vier bis fünf Metern. Die Wirkungsprüfung entscheidet letztendlich darüber, wie gleichmäßig und klar die Poliergeräte den Lack des Testfahrzeugs auf Hochglanz bringen. Hier kommt neben der subjektiven Beurteilung nach Augenschein ein optisches Messgerät zum Einsatz, mit dem sich Glanzgrad und Glanzschleier bestimmen lassen. Wirklich gute Leistungen bescheinigten die Tester hier nur Kunzer, DeWalt, SPTA und Krauss. Ferm, Skil und Tectake zeigten Schwächen.

48-Euro-Maschine schafft Preis-/Leistungssieg

Testsieger im Praxisvergleich wurde die Rotationsmaschine 7PM05 von Kunzer. Mit Bestwerten in den Disziplinen Anwendung und Wirkung erhielt das Gerät von den Experten als einziges das Prädikat "sehr empfehlenswert". Auf den Plätzen zwei und drei mit der Note "empfehlenswert" landeten die beiden fast punktgleichen Polierer SPTA 150 und Krauss Superpolish P7. Für die Plätze vier und fünf vergaben die Testprofis – mit geringen Abstrichen in der Leistung – ebenfalls das Prädikat "empfehlenswert" und zwar für DeWalt DWP849X und Einhell CC-PO1100. Auf den Plätzen sechs und sieben die deutlich "glanzloseren" Rotationspolierer Tectake 400176 und Skil 9955MA. Abgeschlagen auf dem letzten Platz die nur "bedingt empfehlenswerte" Maschine Ferm AGM1084P, die in Handhabung und Wirkung nicht überzeugen konnte. Fazit: Mit guter Leistung bei überschaubaren Kosten holt sich die Poliermaschine Kunzer 7PM05 den Gesamtsieg im Vergleichstest.
Unser Testpartner: GTÜ ist die Abkürzung für "Gesellschaft für Technische Überwachung" und unser Partner beim Poliermaschinen-Test. Den meisten Autofahrern ist die GTÜ als Kfz-Überwachungsorganisation bekannt. Die Prüfer der GTÜ begutachten Oldtimer zur Erteilung eines Oldtimerkennzeichens, checken die Verkehrssicherheit von Pkw, kleben bei Bestehen der HU die Plakette oder führen die Änderungsabnahme nach einem Fahrzeugtuning durch, nur um einige der vielen Tätigkeitsfelder der GTÜ aufzuzeigen. Für unseren Praxistest haben sie die Funktion und Qualität von acht Poliermaschinen geprüft.
# Poliermaschinen im Test  
1.

Kunzer 7PM05

Preis: 139,95 Euro*
Bewertung: sehr empfehlenswert

 
2.

SPTA 150

Preis: 119,99 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
3.

Krauss Superpolish P7

Preis: 142,30 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
4.

DeWalt DWP849X

Preis: 177,99 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
5.

Einhell CC-PO0110

Preis: 48,14 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
6.

TecTake 400176

Preis: 73,99 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
7.

Skil 9955MA

Preis: 163,97 Euro*
Bewertung: empfehlenswert

 
8.

Ferm AGM1084P

Preis: 70,30 Euro*
Bewertung: bedingt empfehlenswert

 
*Einkaufspreise der Testgeräte

Kaufkriterien für die Poliermaschine

• Gewicht der Poliermaschine: Immerhin wird sie die ganze Zeit über in der Hand gehalten. Sie sollte deswegen am besten unter 3,5 Kilo wiegen.
• Die Größe der Polierteller: Je größer sie sind, desto schwieriger wird das Polieren an rundlich geformten Teilen.
• Variable Drehzahl: Die Drehzahl sollte einstellbar sein, am besten stufenlos.
• Die Leistung der Poliermaschine: Eine Rotationsmaschine sollte mindestens 1200 Watt leisten, bei einem Exzenter sind Maschinen ab 200 Watt zu empfehlen.
• Die Länge des Kabels: Das Kabel sollte fünf bis sechs Meter lang sein. Bei Verlängerungskabeln besteht die Gefahr, dass mit dem Verbindungsstecker an der Karosserie "entlanggeschrammt" wird. Noch besser: Poliermaschine mit Akku.

Polieren mit Maschine – das ist zu beachten

Video: Politur

Politur

Beim Polieren mit Maschine ist die Gefahr, Hologramme in den Lack zu polieren, größer als bei der Handpolitur. Deswegen immer darauf achten, dass die Maschine in Bewegung bleibt und nie auf einem Punkt verharrt. Die Poliermaschine wird im Kreuzgang über die Oberfläche geführt. Dabei mit niedriger Drehzahl beginnen und schrittweise bis zur idealen Geschwindigkeit erhöhen. Unbedingt spezielle Maschinenpolitur verwenden. Handpolitur kann sich auf den Rotationstellern stark erwärmen und dem Lack schaden. Damit die Poliermaschine leichter läuft, können die Teller vorab mit Wasser eingesprüht werden. Eine vollständige Anleitung zum Polieren des Autos, haben wir hier zusammengestellt.

Autoren: Bernd Volkens,

Stichworte:

Autolack GTÜ

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