Das Feuer auf dem in Brand geratenen Autotransporter "Felicity Ace" wurde durch viele neue E-Autos gespeist, immerhin lässt die Intensität der Flammen mittlerweile nach. Das teilte der Hafenkapitän von Porto da Horta auf der Azoreninsel Faial mit. Der brennende Frachter treibt führerlos 170 Kilometer südöstlich der zu Portugal gehörenden Inselgruppe im Meer.

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Mittlerweile hat es den Anschein, als verlösche das Feuer auf dem Autotransporter langsam. Vermutlich sei nicht mehr viel brennbares Material an Bord, sagte der Hafenkapitän von Horta. Er stellte fest: "In den vergangenen Stunden hat das Feuer an Intensität verloren." Zuletzt hatte sich der Brand in Richtung der Treibstofftanks des Schiffs vorgearbeitet. Unklar ist, was das Feuer ausgelöst hat. Der unter der Flagge von Panama fahrende Frachter war auf dem Weg von Emden nach Davisville im US-Bundesstaat Rhode Island, als das Feuer aus noch ungeklärter Ursache im Frachtraum ausbrach. Die 22-köpfige Besatzung war nach Ausbruch des Brandes vor einigen Tagen vom portugiesischen Seenotrettungsdienst von Bord geholt worden, niemand wurde verletzt.
Auf jüngsten Bildern ist zu erkennen, dass die Außenwand des Schiffes auf der linken Seite großflächig ausgeglüht ist: die Außenhaut ist stellenweise geschmolzen, der Blick ins Innere des Schiffes ist frei. Ausgeglühte Stellen sind sichtbar am Bug, in der Mitte und im Heck des 200 Meter langen Frachters.
Zur Ladung bestätigte ein VW-Sprecher nur die Herkunft der Neufahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern. Die Anzahl der Autos an Bord wurde zuletzt mit 4000 beziffert. Nicht bestätigen wollte der VW-Sprecher Medienberichte, dass an Bord etwa 1100 Porsche seien sowie einige Bentley und Lamborghini und viele Audi. An Bord soll auch der Porsche 718 Boxster Spyder von Matt Farah sein,  der in der Auto-Community unter anderem für seinen Youtube-Kanal "The Smoking Tire" bekannt ist.

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Wie viele Porsche sind an Bord?

Farah twitterte, sein Händler habe ihn kontaktiert, weil sein nagelneuer und mindestens 98.379 Euro teurer Boxster Spyder auf dem brennenden Schiff sei. So wie Farah wird es aktuell vermutlich einigen US-Kunden gehen, die sehnsüchtig auf ihren Porsche gewartet haben. Inzwischen hat sich auch Porsche in einem Statement gemeldet: "Wir gehen davon aus, dass einige unserer Fahrzeuge an Bord des Schiffs sind. Sobald weitere Informationen verfügbar sind, werden sich unsere Händler mit den betroffenen Kunden in Verbindung setzen."

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Experten checken das Schiff

Experten eines niederländischen Bergungsunternehmens analysierten am Wochenende die Lage auf dem Autotransporter mehrfach aus nächster Nähe, berichtete die die Zeitung "Correio dos Açores" unter Berufung auf Sprecher der portugiesischen Marine. Bisher war geplant, das Schiff erst zu einem Hafen zu bringen und dann das Feuer zu löschen. Nun aber werde der Einsatz von Löschgeräten auf offenem Meer erwogen, hieß es. Mit Wasser kann der Brand wegen der Gefahr von Umweltverschmutzung größeren Ausmaßes nicht gelöscht werden. Das Schiff hat leichte Schlagseite und es wird befürchtet, dass giftige Stoffe ins Meer gespült werden. Wenn es gelöscht ist, soll das Schiff nach Europa oder auf die Bahamas geschleppt werden. Es wäre höchst ungewöhnlich, wenn ein Schiff dieser Größe einen derartigen Großbrand übersteht.

Porsche-Frachter 2019 gesunken

Porsche scheint mit dem Schiffstransport zuletzt mehrfach Pech zu haben. Erst im Frühjahr 2019 war der italienische Frachter "Grande America"  mit vielen Porsche an Bord im Atlantik vor Frankreich in Brand geraten und gesunken. Mit ihm rund 2000 Autos, darunter auch vier Porsche 911 GT2 RS. Da die Produktion des 700 PS starken GT2 RS damals bereits ausgelaufen war, ließ Porsche kurzerhand die vier verlorenen Exemplare nachfertigen.
Mit Material von Reuters und dpa