Porsche 911 Turbo: Fahrbericht
So fährt der neue Porsche 911 Turbo

Porsche macht Druck: Der neue 991 Turbo soll nicht weniger als der beste 911 aller Zeiten sein. Wir haben es bei einer ersten Ausfahrt überprüft.
Da bekommen passionierte Schnellfahrer Herzrasen, und bei Porsche-Fans beginnt nervös der Gasfuß zu zucken: Exakt 50 Jahre nach der Premiere des 911 und vier Jahrzehnte nach dem Einstand des ersten Turbo bringt Porsche jetzt die siebte Auflage der eiligen Drucksache an den Start und wirbelt damit die Hackordnung auf der Überholspur gehörig durcheinander. Denn auf der einen Seite ist der Schwabenstreich schneller und stärker als je zuvor und schafft deshalb zum Beispiel die Nordschleife in einer neuen Bestzeit. Doch auf der anderen Seite ist er so komfortabel und handzahm, dass die Entwickler ihm schon virtuelle Schaltstufen mit auf den Weg geben mussten, damit im Alltagsbetrieb der Reiz des Rasens nicht auf der Strecke bleibt.
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Video: Porsche 911 Turbo
Porsche macht Druck
Vergleich: Porsche 911 Turbo trifft auf 911 GT3

Der 991 fühlt sich fast so handlich, agil und leichtfüßig an wie das vergleichsweise winzige Original von 1973.
Bild: Werk
Ein paar technische Leckerbissen machen den neuen Turbo buchstäblich zum King oft the Ring: Zuallererst mal ist das die Hinterachslenkung, die nach ihrem Nischendebüt in der zivilisierten Rennversion GT3 jetzt zum ersten Mal für ein breiteres Publikum angeboten wird. Weil die Hinterräder mit ihr um bis zu 2,8 Grad entgegen der Vorderräder eingeschlagen werden können, wirkt der Turbo unter Tempo 50, als hätte jemand den Radstand um 25 Zentimeter beschnitten und fräst entsprechend eng um die Kehren. Fährt man schneller als 80 km/h, lenken die Hinterräder genauso wie die Vorderräder. Damit streckt sich der gefühlte Radstand sogar um 50 Zentimeter und das Auto liegt noch stabiler auf der Straße: Länge läuft – diese Weisheit gilt schließlich nicht nur für die Bootsbauer.
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Neue Technik: Das "aktive Aerodynamiksystem" kann die Frontlippe per Druckluft verstellen.
Bild: Werk
Zwar ist der neue Bläser mit einem Grundpreis von 162.055 Euro für den Turbo und 195.256 Euro für den Turbo S der teuerste Turbo aller Zeiten. Doch für August Achleitener macht ihn diese einzigartige Kombination auch zum besten Elfer aller Zeiten. Allerdings weiß der Chef der Baureihe sehr wohl, dass dieser Superlativ wohl nicht lange halten wird: "Spätestens wenn es einen neuen Turbo gibt, ist es mit dieser Ehre wieder vorbei."
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