Porsche baut den wohl stärksten Hybrid-Sportler aller Zeiten. Jetzt gibt es den Preis zum 918 Spyder. Klar, dass 767 PS Leistung bei drei Litern Verbrauch verdammt kostspielig sind.
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Stephan Bähnisch
Porsche setzt ein Zeichen. Und das in dreifacher Hinsicht: Mit dem 918 Spyder ensteht ein Sportwagen der Superlative. 767 PS PS stark, 320 km/h schnell, von 0 auf 100 km/h vergehen nur 3,2 Sekunden. Wahnsinn! Zwei Elektromotoren an den Vorderrädern steuern jeweils 80 kW zur Maximalleistung von exakt 767 PS bei, das soll den Verbrauch bei entsprechender Fahrweise auf bescheidene drei Liter Super Plus runterschrauben. Unglaublich! Und jetzt verrät Porsche auch, was der Technologie-Träger mit drei Herzen und Monocoque aus leichtem Kohlefaser-Verbundstoff (CFK) kosten soll: 768.026 Euro ruft Zuffenhausen für den Überflieger auf, damit wird der 918 Spyder wohl zum teuersten Serien-Auto Deutschlands. Für diese Summe könnte sich der geneigte Kunde zwei Maybach in die Auffahrt stellen oder eine ganze Flotte 911er.
Der grüne Schriftzug am Heck ist kein leeres Versprechen: Drei Liter Sprit im Drittelmix sollen reichen bei 767 PS Systemleistung.
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Für so viel Geld gibt es aber auch jede Menge Hightech: Denn der 918 Spyder kann mit seinen E-Motoren bis 25 Kilometer weit rein elektrisch cruisen. Und das nicht einmal langsam, 150 km/h Spitze sind drin. Die Lithium-Ionen-Akkus sollen sich binnen drei Stunden wieder aufladen lassen. Doch der 918 ist vor allem ein Rennwagen. Sein V8-Motor eine Weiterentwicklung des Direkteinspritzer-Triebwerks aus dem erfolgreichen RS Spyder-Rennwagen. Er leistet jetzt 563 PS bei 10.300 Umdrehungen und schafft dank der Unterstützung seiner elektrischen Kollegen die Runde auf der Nordschleife des Nürburgrings in weniger als 7:30 Minuten. Damit fährt er ganz vorne mit. Selbst ein Carrera GT ist zwei Sekunden langsamer.
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Die Wartezeit bis zum Serienstart des Spyder soll die Porsche 911 Turbo S "Edition 918 Spyder" verkürzen.
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Die Serienversion des Zweisitzers verfügt über ein manuelles Dachsystem mit herausnehmbaren Dachhälften, die im Kofferraum vorne untergebracht werden können. Die Produktion des 918 Spyder soll symbolträchtig am 18. September 2013 in einer manufakturähnlichen Fertigung im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen starten. Ausgeliefert werden die ersten Fahrzeuge ab November 2013. Wer sich den 918 Spyder nicht leisten kann oder die Wartezeit verkürzen will, kann zum 911 Turbo S "Edition 918 Spyder" greifen. Den gibt es bereits ab Juni 2011, und zumindest optisch greift er dem Super-Hybriden vor: Mit erweiterter Lederausstattung, einer spezielle Ausführung der Instrumente und zusätzlichen Carbonelementen soll der 530 PS starke 911er Fans mobilisieren. Ganz billig ist auch dieser auf 918 Exemplare limitierte Spaß nicht: Als Coupé kostet die Sonder-Edition in Deutschland 173.241 Euro, als Cabriolet 184.546 Euro.
Bilder Porsche 918 Spyder: Preis
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Es wird noch ein wenig dauern, bis der Porsche 918 Spyder in Serie kommt. Bestellen können Kunden den Öko-Sportler schon jetzt. Es muss allerdings schon ordentlich was im Sparstrumpf sein, um die Kombination aus Rennwagen und Saubermann fahren zu dürfen.
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Mit dem 918 Spyder ensteht ein Sportwagen der Superlative. 767 PS PS stark, 320 km/h schnell, von 0 auf 100 km/h vergehen nur 3,2 Sekunden. Wahnsinn! Zwei Elektro-Motoren an den Vorderrädern steuern jeweils 80 kW zur Maximalleistung von exakt 767 PS bei, ...
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... das soll den Verbrauch bei entsprechender Fahrweise auf bescheidene drei Liter Super Plus runterschrauben. Unglaublich! Und jetzt verrät Porsche auch, was der Technologie-Träger mit drei Herzen und Monocoque aus leichtem Kohlefaser-Verbundstoff (CFK) kosten soll: 768.026 Euro ruft Zuffenhausen für den Überflieger auf, ...
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... damit wird der 918 Spyder wohl zum teuersten Serien-Auto Deutschlands. Die Serienversion des Zweisitzers verfügt über herausnehmbare Dachhälften, die im Kofferraum vorne untergebracht werden können. Ausgeliefert werden die ersten Fahrzeuge ab November 2013.
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Für so viel Geld gibt es aber auch jede Menge Hightech: Denn der 918 Spyder kann mit seinen E-Motoren bis 25 Kilometer weit rein elektrisch cruisen. Und das nicht einmal langsam, 150 km/h Spitze sind drin. Innen gibt es reichlich Carbon und ganz eigene Instrumente mit grünen Zierelementen als Hinweis auf den sauberen Antrieb.
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Noch ein Neuling aus Zuffenhausen: Wer sich den 918 Spyder nicht leisten kann oder die Wartezeit verkürzen will, der kann zum 911 Turbo S "Edition 918 Spyder" greifen.
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Den Elfer mit 918-Ambitionen gibt es bereits ab Juni 2011 als Coupé und Cabrio. Zumindest optisch greift er dem ...
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... Super-Hybriden vor: Spezielle Anbauteile und grüne Zierelemente unter anderem bei den Bremssätteln weisen auf die Sonderedition hin. Sowohl die Technik als auch die Grundausstattung des neuen 911 Turbo S "Edition 918 Spyder" basieren auf dem 911 Turbo S mit 530 PS.
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Innen glänzt das Sondermodell mit einer speziellen Ausführung der Instrumente und zusätzlichen Carbonelementen ...
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... sowie einer erweiterten Lederausstattung ...
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... und einer Plakette mit der Seriennummer. Ganz billig ist auch dieser auf 918 Exemplare limitierte Spaß nicht: Als Coupé kostet die Sonder-Edition in Deutschland 173.241 Euro, als Cabriolet 184.546 Euro.
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Porsches Hybrid-Roadster 918 Spyder kombiniert die Fahrleistungen eines Supersportlers mit Verbrauch auf Kleinstwagen-Niveau. AUTO BILD-Redakteur Uli Holzwarth durfte breits in der rasanten Studie mitfahren.
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Im 918 Spyder steckte damals noch ein 3,6-Liter-V8, der 500 PS leistete. Unterstützt wurde er von drei Elektromotoren mit insgesamt 218 PS, davon zwei an der Vorder- und einer an der Hinterachse.
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Los geht's: Sanft und völlig unspektakulär setzt sich der 918 in Bewegung, irritiert dabei aber mit einem aufdringlichen Heulton, der stark an einen Autoscooter erinnert. Klar, wir sitzen ja hier auch nicht in einem Serienfahrzeug, ...
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... sondern in einer handgearbeiteten Konzeptstudie. Schließlich haben die Porsche-Bosse erst Ende Juli 2010 grünes Licht für Entwicklung und Produktion des Hybrid-Sportlers gegeben.
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Bis sich erste zahlungskräftige Kunden in die engen Sitzschalen quetschen dürfen, vergehen noch mehr als zwei Jahre, wie wir jetzt wissen. Und selbst das ist ...
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... noch ein sehr ambitionierter Zeitplan, wie die Ingenieure zugeben. Denn der Entwicklungsaufwand für die komplexe Hybridtechnik ist im Vergleich zum früheren Supersportwagen Carrera GT mindestens zehnmal so hoch.
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Die Anpassung des V8-Rennmotors dürfte dabei noch die geringsten Schwierigkeiten machen. In der Studie ...
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... brüllt der Achtzylinder ungehemmt aus den Sidepipes, reißt beim Einkuppeln ungestüm voran und vibriert heftig. Dabei klingt er eher nach Vierzylinder, wie die aktuellen DTM-Renner. Typisches V8-Bollern ...
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... hat der bis 9200 Touren drehende Achtender nicht zu bieten.
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Hier ist Sport nicht nur ein Wort: Die Passagiere nehmen in einer Sicherheitszelle aus Carbon auf Schalensitzen Platz. Fahrer und Beifahrer sind durch eine ansteigende Mittelkonsole mit berührungsempfindlicher Oberfläche, dem sogenannten Touch-Panel, voneinander getrennt.
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Verbrennungsmotor und E-Antriebe lassen sich über einen Stellknopf am Lenkrad unterschiedlich miteinander kombinieren: Im Modus "E-Drive" ist rein elektrisches Fahren mit einer Reichweite von bis zu 25 Kilometern möglich.
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Auf der Nürburgring Nordschleife durfte der Spyder bereits eine Duftmarke setzen und schlug dort in unter 7:30 Minuten sogar die Rundenzeit des Carrera GT.
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Wirklich sparsam dürfte er dabei wohl kaum gewesen sein, denn die drei Liter Spritverbrauch schafft der 918 natürlich nur dann, wenn das Gaspedal zart gestreichelt wird.
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Der 918 Spyder ist ein Plug-in-Hybrid: Hier wird die mit Lithium-Ionen-Batterie aufgetankt. Zudem wird anfallende Energie beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie eingespeist. Porsche platziert die mit Flüssigkeit gekühlten Zellen hinter den Sitzen.
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Fazit von AUTO BILD-Redakteur Uli Holzwarth: Klasse, dass Porsche die Herausforderung angenommen hat und den 918 Spyder baut. Schon die Fahrt auf dem Beifahrersitz macht Lust ...
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... auf das Serienmodell. Selbst wenn es sich in vielen Details von der Studie unterscheiden wird.