Der Porsche 928 ist zurück. Damals war er nicht besonders beliebt, sein futuristischer Look fand keinen großen Anklang. Aber mit den Jahrzehnten entstand eine Fanbase. Darunter Thierry Nardone, der dem Klassiker mit seiner Firma Nardone Automotive einen Restomod entwickelte und dem 928er wieder neues Leben einhauchte.
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Auf den allerersten Blick sehen Restomod und originales Vorbild nahezu identisch aus. Nur nach und nach erhascht das Auge viele moderne Details.

Optik: Die Karosserie ist dem Original sehr nah

Angefangen bei der Karosserie, die an den Kotflügeln verbreitert wurde und fast komplett aus Carbon besteht. Auch die Front- und Heckleuchten wurden modernisiert und mit LED-Technik ausgestattet.
Nardone Automotive Porsche 928 Restomod
Die Karosserie wurde an den Kotflügeln verbreitert und besteht fast komplett aus Carbon.
Ein wichtiges Detail: Die Scheinwerfer strahlen jetzt zwar mit LED-Licht, die alten Klappscheinwerfer – die bei neuen Autos gar nicht mehr zu finden sind – blieben aber erhalten. Da dürfte allen Enthusiasten warm ums Herz werden. Am charakteristischen Heck des Restomods erstreckt sich jetzt über nahezu die gesamte Breite ein Leuchtband.
Nardone Automotive Porsche 928 Restomod
Voll im Trend: Das Leuchtband am Heck des Restomods.

Die Felgen wurden ebenfalls neu interpretiert, sie sind aber ganz klar an die alten 16-Zoll-"Manhole"-Räder angelehnt. Heute allerdings zwei Zoll größer und mit Reifen vom Typ Michelin Pilot Sport 5 komplettiert.

Innenraum: Hier zeigt sich die Moderne

Der Innenraum ist komplett mit Foglizzo-Leder und Alcantara gestaltet. Doch der noch viel größere Kontrast zwischen dem originalen 928er und dem eigens entwickelten GT ist die Technologie.
Nardone Automotive Porsche 928 Restomod
Innenraum mit Foglizzo-Leder und Alcantara, dazu gibt's Carbon. Tacho und Infotainment sind digital.
Hier trumpft der Restomod mit Porsches PCCM-Infotainment auf (Porsche Classic Management System), das speziell für den Einsatz in Porsche-Klassikern entwickelt wurde. Apple CarPlay ist bereits integriert. Auch der Tacho wurde digitalisiert, und etwas Carbon im Innenraum darf ebenfalls nicht fehlen.

Technik: Der französische 928 leistet 400 PS

Auch wenn das Design eines überarbeiteten Klassikers faszinierend ist – das Herzstück bleibt der Motor. Ganz klassisch fährt der Porsche noch immer mit einem V8-Saugmotor. Heute allerdings mit einer Leistung von 400 PS; 1977 waren es 240 PS.
1992 hingegen, im letzten Baujahr, kam der Porsche 928 GTS mit 350 PS aus 5,4 Liter Hubraum. Diese Variante kommt dem Restomod leistungstechnisch am nächsten. Der 928er aus Frankreich basiert jedoch auf dem Porsche 928 S4, der von 1987 bis 1991 gebaut wurde (fünf Liter Hubraum, 320 PS und V8-Motor mit Vierventiltechnik).
Nicht nur beim Design hat Nardone Automotive darauf geachtet, die Besonderheiten des 928er zu erhalten – sondern auch bei der Technik. Daher kommt auch der Restomod in Transaxle-Bauweise: Der Motor sitzt bei diesem Fahrzeug also vorne, das Getriebe hingegen hinten. Erreichen wollte und will man mit damit vor allem eine ausgeglichene Gewichtsverteilung (Mercedes nutzte diese Technik auch beim SLS).
Statt der früher verbauten fünf Gänge gibt es heute ein manuelles Sechsgang-Getriebe in Verbindung mit einem Sperrdifferenzial. Außerdem fährt der Restomod mit elektronischer Federung, einer verstärkten Bremse (aufgrund der erhöhten Leistung) und Servolenkung.

Preis: Der Restomod kostet fast 500.000 Euro

Eine Möglichkeit, den "neuen 928er" live zu sehen, ergibt sich das beim "Goodwood Festival of Speed" in Westhampnett, Südengland (23. bis 26. Juni 2022).

Bildergalerie

Nardone Automotive Porsche 928 Restomod
Nardone Automotive Porsche 928 Restomod
Nardone Automotive Porsche 928 Restomod
Kamera
Nardone Automotive erweckt den Porsche 928 zu neuem Leben

Und zum Schluss eine weitere gute Nachricht: Der Restomod bleibt kein Einzelstück. Er ist ab sofort bestellbar und nicht limitiert – jedoch gibt es eine acht Autos umfassende "Launch Edition", die 480.000 Euro netto ohne Basisfahrzeug kosten soll. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen ab 2024 ausgeliefert werden.

Von

Kim-Sarah Biehl