Aurus Senat, Putins neue Staatskarosse

Putins neue Staatskarosse: Aurus Senat

Putins Russen-"Beast" für den freien Markt

Die zivile Version vom Aurus Senat, Putins Staatskarosse, stand auf dem Genfer Salon 2019. Der Luxuswagen will Bentley- und Rolls-Royce-Käufer locken! Alle Infos!
Russlands Präsident Wladimir Putin fährt seit Mai 2018 in einer neuen Luxus-Staatskarosse namens Aurus Senat. Das "Russen-Beast" geht in einer zivilen Version sogar in Serie – anders als das Gefährt von US-Amtskollege Donald Trump (Spitzname "The Beast"). Mehr noch: Wie Firmenchef Gerhard Hilgert auf dem Genfer Autosalon 2019 erklärte, ist Aurus mehr als ein Prestigeobjekt für Patrioten und Präsidenten-Verehrer. "Wir sehen uns als globale Alternative zu Bentley, Rolls-Royce oder Maybach und wollen uns deshalb auch im Rest der Welt etablieren", so der ehemalige Daimler-Manager.
Die Serienversion des Aurus Senat ist ein bisschen weniger luxuriös und ein Stück kürzer. Den Senat gibt es als S600 mit 5,63 Metern Länge (Radstand: 3,30 m), die 700er Stretchversion ist einen Meter mächtiger (Radstand: 4,30 m). Die Breite beträgt 2,02 m, die Höhe 1,68 m. Gewicht: rund 6,5 Tonnen. Unter der Haube arbeitet ein 4,4-Liter-Biturbo-V8 mit knapp 600 PS und 880 Nm Drehmoment, der von einem 40 PS starken Elektromotor unterstützt wird. Ein Neungang-Automatikgetriebe, Allradantrieb mit Torque Vectoring und Hybridkomponenten sind ebenfalls mit an Bord. Die Bodenfreiheit beträgt 20 Zentimeter. Konstruktionshilfe beim Motorenbau leistete Porsche. Preislich sortiert sich der Senat laut Hilgert "knapp über Mercedes, aber weit unter Rolls-Royce" ein. Soll wohl heißen: Damit dürfte die kurze Basis für umgerechnet unter 150.000 Euro geben, für die vollausgestatte Langversion müssten potente Kunden rund eine Million Euro anlegen.

Präsentation bei Putins Amtseinführung

Noch vor dem ersten Messeauftritt des Senat auf der Moskau Motor Show im September 2018 gab es im Juni beim Besuch des Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Zayed al Nahyan, erste Einblicke in die neue Putin-Limo: Innenausstattung aus Leder, Sitzgruppe mit vier einzelnen Plätzen und Konsole in der Mitte, alle Komponenten in Schwarz und Weiß abgesetzt. Reichlich Holz und Chrom sorgen für eine passende Luxus-Atmosphäre. Erstmals bekam die Öffentlichkeit Putins neue Staatskarosse zur Amtseinführung im Mai 2018 zu sehen. Bei der feierlichen Zeremonie war das neue Russen-"Beast" der Hingucker, als es Putin zum ersten Mal durch den russischen Regierungsbezirk chauffierte. Die schwarze Super-Limousine erinnert vom Aussehen her stark an einen Rolls-Royce und soll mit neuester Sicherheitstechnik bestückt sein. Mit der Premiere im Mai war der Senat deutlich früher dran als erwartet. Interessant: Damit bekam Putin sein "Beast" eher als Donald Trump. Sehen Sie das Video von der ersten Fahrt mit dem Senat!

Weitere Aurus-Modelle geplant

Der Name der neuen russischen Luxusmarke, die seit 2012 entwickelt wurde, leitet sich vom lateinischen Begriff für Gold (Aurum) ab. Alternativ soll es den Aurus künftig auch mit einem 800 PS starken 6,6-Liter-V12 geben, der ebenfalls mit Unterstützung von Porsche entwickelt wurde. Neben dem Präsidentenwagen sind im Rahmen des Aurus-Projekts ein SUV und ein Minivan geplant, dazu kommt die jetzt präsentierte Limousine. Vermutlich wird der Minivan auf den Namen "Arsenal" hören und das SUV "Komendant" (dt. Kommandant) heißen. Bis 2020 ist die Fertigung von jeweils 4000 bis 5000 Fahrzeugen geplant. Mehr Bilder von Aurus Senat sehenSie in der Galerie!

Aurus Senat, Putins neue Staatskarosse

Autoren: Julian Rabe, ,

Stichworte:

Staatskarosse

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