Die Welt fiebert dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl entgegen. Ob Donald Trump das Weiße Haus verteidigt, oder ob sein demokratischer Rivale Joe Biden als US-Präsident dort einzieht: Der nächste "Potus" wird wieder im "Beast" unterwegs sein. Im September 2018 nahm Trump die jüngste Version der Staatskarosse offiziell in Betrieb. Traditionell ist nicht viel bekannt über die Super-Limousine auf Basis der Stretch-Version des Cadillac CT6. Das aktuelle "Beast" sieht etwas moderner aus als sein Vorgänger, ist schwer gepanzert und mit diversen Sicherheitssystemen ausgestattet. Laut Fox News ist der Auto-Koloss zwischen sieben und neun Tonnen schwer.

Einzigartige Sicherheitsvorkehrungen im "Beast"

Die Neuauflage der Staatskarosse ist fast sieben Meter lang, das Dach wurde für einen bequemen Einstieg beinahe auf Stehhöhe angehoben. Die Staatskarosse hat Platz für sieben Personen, die durch 20 Zentimeter dicke Türen geschützt werden. Ihre Fensterscheiben halten Beschuss mit Armeemunition, der Wagen einem Chemiewaffenangriff stand. Schusssichere Reifen und Stahlfelgen sind fast schon selbstverständlich. Der Unterboden ist gegen Minen geschützt. Die Sicherheitsvorkehrungen an Bord suchen ihresgleichen: Das Auto hat eine eigene Sauerstoffversorgung, der Tank ist gepanzert, alle Fenster sind kugelsicher. Werfer für Granaten und Tränengas, Nachtsichtgeräte, Satellitentelefon und ein verschlüsselter Internetzugang sind an Bord – und es soll sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten geben. Einzelheiten halten die Behörden traditionell aus Sicherheitsgründen geheim. (Hier im Youtube-Video ab Minute 3:07)

Technische Daten des "Beast" sind Staatsgeheimnis

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Video: "White House Down"

Das Making of "the Beast"

Von der Form her gingen die jüngsten "Beast"-Mobile noch gerade als Pkw durch. Es sind Panzer auf Lkw-Rädern. Technische Details zu den Autos gab es so gut wie keine. Spekuliert wird, dass der gepanzerte Body von einem Pick-up- oder SUV-Rahmen getragen wurde. Steckt unter dem Panzerkleid ein Chevrolet Suburban? Wird das "Beast" mit Benzin oder Diesel angetrieben? Staatsgeheimnis! Die Spekulationen um den Motor reichen vom riesigen V8-Benziner bis zum 6,6-Liter-Duramax-Diesel. Gerüchten zufolge erreichte der Cadillac wegen seiner fünf bis acht Tonnen Gewicht maximal 97 km/h und verbrauchte 27 Liter auf 100 Kilometer. Eine Lachgas-Einspritzung sollte ihm aber kurzzeitig zu 1000 PS verhelfen. Gesicherte Daten gibt es keine und das wird wohl auch so bleiben. Seit Präsident Bush jr. wird die berühmteste Staatskarosse der Welt nach Ablauf ihrer aktiven Dienstzeit stets komplett zerstört.

Kennedys Lincoln erlangte tragische Berühmtheit

The Beast und seine Ahnen
Das berühmteste Presidential State Car neben "The Beast" dürfte der Lincoln X-100 sein, in dem 1963 John F. Kennedy erschossen wurde.
Der erste in einem Auto chauffierte US-Staatschef war Präsident William H. Taft (Amtszeit 1909 bis 1913). Aber es dauerte bis zum Angriff Japans auf Pearl Harbor 1941, dass die US-Regierung auch im Inland eine Bedrohung für Leib und Leben des Präsidenten ausmachte und den Lincoln von Franklin Delano Roosevelt nachträglich panzern ließ. Der offene Lincoln X-100 von John F. Kennedy erlangte 1963 traurige Berühmtheit, als die Welt live am Fernseher verfolgte, wie der Präsident in seinem Wagen erschossen wurde. Gerald Ford hatte in den 70ern in einem seiner Autos einen Zusammenstoß mit Schülern in einem Gebrauchtwagen, und Ronald Reagan wäre ohne sein State Car beinahe gewaltvoll aus dem Leben geschieden. Obamas Cadillac wurde dann wie zuvor ein Cadillac Fleetwood an der Seite von Clint Eastwood zum Leinwandstar: Er schaffte es in Roland Emmerichs "White House Down" auf die Kinoleinwand. AUTO BILD zeigt die Bilder vom "Beast" und eine Ahnengalerie der US-Staatskarossen.

Bildergalerie

The Beast: US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen
The "Beast": US-Präsidenten-Limo und ihre Ahnen
Trumps "Beast": US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen
Kamera
The "Beast": US-Präsidenten-Limo und ihre Ahnen