Ramsauer kritisiert Spritpreise
"Benzin-Wut" gerechtfertigt

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kann die Wut der deutschen Autofahrer über die hohen Spritpreise gut verstehen. Er fordert: "Die Benzinpreise dürfen sich nicht nach den Ferien richten."
Pünktlich zur Oster-Reisewelle erhöhen die Ölkonzerne wieder die Benzinpreise – obwohl die Ölpreise sogar leicht gefallen sind. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Preispolitik der Mineralölkonzerne scharf kritisiert. Der BILD-Zeitung sagte Ramsauer am 29. März 2010: "Die Benzinpreise in Deutschland dürfen sich nicht nach den Ferienzeiten richten. Es ist unerträglich, dass die Ölkonzerne pünktlich zum Hauptreiseverkehr regelmäßig an der Preisschraube drehen." Er könne die Wut der Autofahrer gut verstehen, so der CSU-Politiker weiter.
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Bild: dpa
Benzinpreise aktuell: Das kostet eine Tankfüllung!

Das kostet eine Tankfüllung
Noch in der vergangenen Woche hatte Bundespräsident Horst Köhler eine generelle Erhöhung der Spritpreise gefordert – um das Umweltbewusstsein der Deutschen zu schärfen. "Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte", sagte Köhler gegenüber dem Magazin "Focus". Der Preis sei immer noch das stärkste Signal, damit Menschen ihr Verhalten ändern, betonte der Bundespräsident. Der ADAC warf Köhler daraufhin eine "ideologische Verteufelung der individuellen Mobilität" vor.
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