Renault 8 Gordini Concept (2026)
Elektro, Heckantrieb, 270 PS: Dieser Renault macht Lust auf Serie
Renault 8 Gordini Concept
Renault holt den legendären R8 Gordini zurück – zumindest als Showcar. Das neue Concept setzt auf 270 Elektro-PS, Hinterradantrieb und radikale Rallye-Optik.
Bild: AUTO BILD / Finn-Ole-Kleinfeldt
Blau, breit und ziemlich wild: Renault hat den Renault 8 Gordini Concept vorgestellt. Das Showcar übersetzt eine der bekanntesten Sport-Ikonen der Marke ins Elektrozeitalter – und macht aus der einst viertürigen Sportlimousine ein flaches, zweisitziges Coupé.
Dabei geht es Renault ausdrücklich nicht um eine möglichst originalgetreue Retro-Kopie. Der neue Gordini soll vielmehr zeigen, wie die Idee des historischen Renault 8 heute aussehen könnte. Renault selbst bezeichnet das Fahrzeug als "Stilübung".
270 PS und Heckantrieb im Renault 8 Gordini Concept
Unter der spektakulären Karosserie steckt ein 270 PS starker Elektromotor, der die Hinterräder antreibt. Damit behält das Concept eines der wichtigsten Merkmale des Originals bei: den Heckantrieb. Renault betont diesen auch optisch mit einer breiten, muskulösen Heckpartie. Das Auto ist 4,12 Meter lang, 1,88 Meter breit und nur 1,27 Meter hoch. Vorn montiert Renault 19-Zoll-Räder, hinten sogar 20-Zöller.

Zahlreiche Details wie die gefrästen Schalter, die digitalen Rundinstrumente und die edle Verarbeitung schmücken den Innenraum des Renault 8 Gordini Concept.
Bild: AUTO BILD / Finn-Ole-Kleinfeldt
Die Proportionen sollen bewusst an moderne Rallye-Autos erinnern. Auch beim Design zitiert Renault den alten Gordini, ohne ihn einfach nachzubauen. Besonders auffällig: sechs runde Scheinwerfer und der legendäre Knick in der Fronthaube. Dazu kommen eckig ausgeformte Radhäuser, ein überarbeiteter Gordini-Schriftzug und die typische blaue Lackierung.

Die Front ist geschlossen und bekommt den legendären Knick in der Fronthaube, dazu kommen sechs Scheinwerfer.
Bild: Renault Group
Die Farbe orientiert sich am historischen "Bleu de France", wurde für das Concept aber als aufwendige Dreischichtlackierung neu interpretiert. Natürlich dürfen auch die legendären zwei weißen Gordini-Streifen nicht fehlen. Beim Showcar ziehen sich als zentrales Gestaltungselement über Exterieur und Innenraum.
Serienversion des Gordini ist nicht geplant
Renault spricht bei der Gestaltung von einer "Café Racer"Ästhetik. Gemeint ist: alles Überflüssige raus, klare Formen rein. Zierleisten werden in die Karosserie integriert, Fugen reduziert, die Front wirkt nahezu wie aus einem Stück.
Auch innen setzt Renault auf Minimalismus. Große Touchscreen-Landschaften sucht man vergeblich. Stattdessen gibt es runde Digital-Instrumente, die optisch an die klassischen Anzeigen des Originals erinnern. Gebürstetes Aluminium, Alcantara und Schalensitze sorgen für Rennsport-Atmosphäre. Selbst die Sitzgestaltung zitiert den alten R8 Gordini: Blaues Cord in der Mitte soll an die einfachen Sitze des historischen Modells erinnern.

Die Rückleuchten sind in die Heckschürze eingearbeitet und sind unsichtbar, sobald das Licht abgeschaltet ist.
Bild: Renault Group
Doch bevor sich die Gordini-Fans jetzt zu früh freuen, einen kleinen Haken hat die Geschichte: Eine Serienversion des Renault 8 Gordini soll es leider nicht geben. Das Concept reiht sich vielmehr in mehrere Einzelstücke ein, mit denen Renault sein historisches Erbe neu interpretiert. Dazu zählen unter anderem der Renault 5 Diamant und der R17 electric restomod. Langfristig soll der neue R8 Gordini sogar Teil der Sammlung im künftigen Renault-Museum in Flins werden.
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