Renault Captur: Fahrbericht
Auf Gartenstühlen in die Zukunft?

Bei Renault proben sie gerade die optische Revolution. Eindrucksvolles Beispiel ist da die Studie Captur. AUTO BILD hat sich den närrischen Käfig für eine Ausfahrt geliehen.
- Joachim Staat
Haltet Euch fest, der Gartenstuhl ist zurück im Auto! So richtig wie damals, mit quer gespannten Schnüren, dem – nett gesagt – federnden Sitzkomfort und einem zweischneidigen Gefühl am Allerwertesten. Mobiliar, das wir aus den Franzosen der Sechziger kennen, aus R4, Ente und klapprigen Peugeot. Renault hat nun den Gartenstuhl aus der Mottenkiste der Autoentwicklung gezogen und in eine Studie verpflanzt, die Appetit machen soll auf einen kompakten SUV. Der Captur hat gleich vier der Schnürsitze – Omas Schrebergarten-Runde auf Rädern!
Überblick: News und Tests zu Renault

Der Captur ist eine Promenadenmischung aus SUV, Coupé – und Roadster.
Bild: Angelika Emmerling / Werk
Genfer Autosalon 2011: Renault Captur

Lamborghini-Style: Der Zugang zum Gartengestühl erfolgt über nach vorne schwingende Türen.
Bild: Angelika Emmerling / Werk
Fahrbericht: Renault Dézir
So ist man richtig froh, in diesem närrischen Käfig wenigstens einen Normalo anzutreffen: Der 1,6-Liter-Diesel mit 160 PS, ein Prototyp mit doppelter Turboaufladung, darf hier letztmals nach Herzenslust knurren, schon bald wird er in Serienautos seinen gezwungenermaßen unauffälligen Dienst antreten müssen. Noch so ein Sparzwerg, der den gleich starken 2,0-Liter ersetzen wird, um Verbrauch und CO2-Ausstoß zu senken. Der hat Zukunft. Der Captur sicher nicht.
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