Emissionsfreier Antrieb, dafür steht das Kürzel Z.E. (Zero Emission) bei Renault. Im Sommer 2009 gab es noch Kopfschütteln für die Franzosen, als sie ankündigten, die ersten E-Autos schon 2010 serienreif zu haben. Aber siehe da, der Zeitplan wurde eingehalten. Die Elektro-Versionen von Renault Fluence und Kangoo Rapid haben jetzt Serienreife erlangt und rollen ab Frühjahr 2011 vom Band. Der Fluence Z.E. bekommt einen 95 PS starken Synchronmotor, der von einer 22 kWh starken Lithium-Ionen Batterie mit Energie versorgt wird. Bis zu 160 Kilometer Reichweite soll der E-Fluence so, abhängig von der Fahrweise, mit einer Akku-Ladung schaffen. Auf drei verschiedene Weisen kann die Batterie geladen werden: an der heimischen Steckdose (sechs bis acht Stunden Ladezeit), an einer 400-Volt-Dose (30 Minuten Ladezeit, ab 2013) und durch einen Batteriewechsel. Um den Akku hinter den Fondsitzen unterzubringen, ist der Fluence Z.E. um 13 Zentimeter gewachsen.
Renault Kangoo Z.E.
Den E-Antrieb am Kangoo Rapid erkennt man an der Kabel-Klappe in der Frontmaske.
Bild: Werk
Der Kangoo Rapid Z.E. ist ab sofort reservierbar und bietet mit einem drei bis 3,5 Kubikmeter großen Ladeabteil und 650 Kilo Zuladung die gleichen Qualitäten wie sein Bruder mit Verbrennungsmotor. Sein Synchronmotor bringt es auf 60 PS Leistung. Als Kraftquelle dient dem kleinen Transporter ebenfalls eine 22 kWh starke Batterie, deren Saft ebenfalls für 160 Kilometer Reichweite gut ist. Äußerlich kann man den Kangoo Rapid Z.E. an Kleinigkeiten wie der Klappe in der Frontmaske erkennen. Dahinter findet sich der Stromanschluss, um die Batterie aufzuladen. Wie der Fluence Z.E. läuft der E-Kangoo auf Leichtlaufreifen und gewinnt die beim Bremsvorgang freigesetzte Energie zurück. Bordcomputer und Econometer im Cockpit informieren den Fahrer über Batteriestatus, verbleibende Reichweite und Energieverbrauch.

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Und wie sieht es mit den Preisen aus? Genaue Angaben macht Renault dazu noch keine. Die Franzosen denken aber darüber nach, Wagen und Batteriepacks getrennt zu verleasen. Die Autos würden sich ungefähr im Rahmen der Dieselversionen beider Modelle bewegen, so Renault. Dazu kämen die Batterien. Konkretere Infos sind Ende 2010 zu erwarten.