Nachdem die Produktion des bisherigen Flaggschiffs Renault Vel Satis Ende 2009 eingestellt wurde, feiert Renault auf dem Autosalon Paris 2010 (2. bis 17. Oktober) das Westeuropa-Debüt des Latitude. Die neue Oberklasse-Limousine ist zunächst in Märkten außerhalb Westeuropas zu haben (Russland, Türkei, Rumänien, Australien, Nordafrika, Asien, Mexiko, Golf-Region). Bei uns ist der Marktstart für Anfang 2011 anvisiert. Der Renault Latitude ist 4,89 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,49 Meter hoch – von den Abmessungen her bewegt er sich damit auf Augenhöhe der Mercedes E-Klasse.
Renault Latitude
Bild: Werk
Größe allein macht aus französischer Sicht offenbar noch keinen Luxus, denn, so Renault: "Der gezielte Einsatz von Chromzierteilen verweist auf den edlen Charakter der klassischen Oberklasselimousine." Vorne strahlen Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, in den Rückleuchten kommt LED-Technik zum Einsatz. Der Kofferraum fasst 477 Liter. Für den Westeuropa-Latitude werden folgende Motoren in der Preisliste stehen, jeweils in Kombination mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe: • ein E85-kompatibler Zweiliter-Benziner mit 140 PS • zwei Dieselvarianten des Zweiliter-dCi (150 und 175 PS) • ein Sechszylinder-Diesel V6 dCi (intern: V9X) mit 240 PS und 7,2 Liter Durchschnittsverbrauch.
Fremdes Logo: .Der Latitude basiert auf dem Samsung SM5 aus Südkorea.
Ausgestattet ist der Renault Latitude mit einer Dreizonen-Klimaautomatik und – olala – mit einem "zweistufigen Ionisator zur Luftreinigung mit doppeltem Parfümzerstäuber". Dazu gibt's den Fahrersitz mit Massagefunktion, das schlüssellose Start- und Zugangssystem "Keycard Handsfree" und ein Soundsystem von Bose.
Der Renault Latitude wird von Renault-Samsung -Motors in Korea gebaut und basiert auf dem Samsung SM5 – die Oberklasse-Limousine wird von der Renault-Tochter Samsung in Südkorea verkauft. "Bei der Entwicklung kamen das gesamte Renault Engineering-Know-how und die höchsten Qualitätsstandards der Renault-Nissan Allianz zum Einsatz", winkt Renault eindringlich mit dem Zaunpfahl – als ginge es darum, ein mögliches Korea-Image gar nicht erst aufkommen zu lassen.