Renault hat den Scenic verwandelt. In zweierlei Hinsicht. Zum einen hat man den einstigen Freund der Familie von einem Kompaktvan in ein SUV umgewidmet. Zum anderen wurde der Verbrennerantrieb durch einen Synchronmotor ersetzt, der wahlweise von einer 60 oder 87 kWh (netto) leistenden Batterie befeuert wird und entweder 170 oder 218 PS leistet.
Im ersten Fall reicht das, um den mit 1,8 Tonnen erfreulich leichten Stromer nach WLTP-Angaben 430 Kilometer weit zu bewegen, im zweiten Fall sollen nach Aussage von Renault sogar 625 Kilometer möglich sein. Und tatsächlich hielt sich der Verbrauch auf der ersten Ausfahrt mit dem E-Tech 200 und der großen Batterie mit einem Durchschnittswert von 17,8 kWh in Grenzen.
Deutlicher schicker in der neuen Designsprache von Renault fährt der Scenic jetzt nicht mehr als Van, sondern als SUV vor.
Bild: Bastien Seon / Renault
Zudem zeigte sich das Rekuperationsmanagemnt des Scenic E-Tech recht wirksam. Auf Bergabfahrten wird ordentlich Roll- und Bremsenergie eingesammelt. Steuern lässt sich das über vier Rekuperationsstufen, die über die Schaltwippen am Lenkrad eingestellt werden. Ein One-Padle-Drive, also das Bremsen bis zum Stillstand gehört leider nicht dazu.
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Einschränkend muss eingeräumt werden, dass die spanischen Straßen, egal ob Autobahn oder über Land, nicht zum hiesigen Vollsgasreisen einladen. Dennoch kann bestätigt werden, dass der Antritt des 218 PS starken Scenec mit von Renault gemessenen 7,6 Sekunden ordentlich ist. Wer will, beschleunigt bis zur elektronischen Abregelung auf 170 km/h.
Was Renault augenscheinlich nicht wollte, ist aus dem Scenic einen Sportwagen machen. Vielmehr sollten die Tugenden des Vorgängers, was den Platz für Reisende und Gepäck betrifft, auch in den Elektriker gerettet werden. Und so ist das Raumgefühl, dass der 4,47 Meter lange und 1,57 Meter hohe Scenic seinen Gästen vermittelt erstaunlich.
Renault hat sich im Innenraum bei der Verarbeitung und den ausgewählten Materialien viel Mühe gegeben.
Bild: Bastien Seon / Renault

Beschwingter Einstieg nicht beim Preis

Die zweite Reihe lässt sich auf Grund der weit aufschwingenden Türen nicht nur beschwingt besteigen, bei einem Radstand von 2,87 Meter ist auch die Kniefreiheit ausreichend. Der Kofferraum schluckt 545 Liter bei aufrechter Rückbanklehne, ist die komplett flach gemacht, sind es sogar 1670 Liter.
Das alles zahlt natürlich auf die Familie ein, der man mit Reichweite und Platz eine moderne Option zum verschiedenen Van liefern möchte. Allerdings muss, bevor der fahrende Elektroraum nutzbar wird, investiert werden. Mindestens 41.400 Euro werden für den E-Tech 170 fällig, wer sich für die 200er Longe-Range-Version entscheidet, zahlt wenigstens 48.900 Euro.
Die Vordersitze sind mehr auf Komfort als auf Sportlichkeit ausgelegt. Entsprechen so aber der Philosophie des ganzen Autos.
Bild: Hersteller

Schneller Laden

Ob der recht hohe Preis durch schnelle Ladestopps wer gemacht werden kann, muss der Käufer entscheiden. Renault jedenfalls ist zuversichtlich, dass der Scenic seine Fans finden wird. Die 400-Volt-Architektur gestattet es die kleinere Batterie mit bis zu 130 kWh zu laden, für die größere sind sogar 150 kWh drin.
In beiden Fällen soll sich die Standzeit an der Ladesäule so auf knapp 30 Minuten beschränken. Dann ist die Batterie von 15 auf 80 Prozent gefüllt und die Franzosen versprechen, dass die Ladung für zwei Stunden Autobahnfahrt reicht. Mit welcher Geschwindigkeit man dafür unterwegs sein muss verraten sie nicht.
Die Bedienung ist schnell gelernt, der neue 12,9 Zoll große Touchscreen reagiert schnell und flüssig.
Bild: Hersteller

Komfortabel unterwegs

Fakt ist, dass der, der unterwegs ist, sanft über das etwaige Ungemach der Straße geschaukelt wird. Auch hier hat Renault Wert auf Komfort, nicht auf Sportlichkeit gelegt. Wen dann angesichts der Leistungsdaten und kurvenreicher Straßen dennoch der Hafer sticht, der muss mit einer recht synthetischen Lenkung leben, die wenig Rückmeldung bietet und über die Fahrmodi Persönlich, Eco, Comfort und Sport auch nur von der Servounterstützung befreit wird, so dass die Handarbeit verstärkt wird. Das macht sie aber in keinen Moment zielgenauer.
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Natürlich übertragen sich die Veränderungen der Fahrmodi auch auf das Fahrwerk. Allerdings sind auch hier die Stufen eher marginal. Insofern drängt der Franzose in schnellen Wechselkurven ordentlich nach Außen, knickt leicht ein und fängt an sich aufzubauen, was ihn spürbar in Unruhe versetzt. Ein bisschen schade ist das schon, denn die sportliche Optik und die Leistungsdaten laden förmlich zur Kurvenhatz ein.
Das Fahrerdisplay lässt sich nach den Informationsbedürfnissen einrichten, mehr als 50 Apps sind Google basiert auf dem Zentralmonitor hinterlegt, das Smartphone lädt induktiv, liegt auf der Ablagefläche nicht fest und macht sich in Kurven selbständig.
Bild: Hersteller

Schöne Materialien gut verarbeitet

Abseits dessen präsentiert sich der Scenic im Innenraum als schicker Reisegleiter. Nicht nur, dass eine ganze Armada an elektronischen Helferlein für eine entspannte und sichere Reise sorgt, auch die verarbeiteten Materialien, die zu großen Teilen recycelt sind und sich auch später erneut in diesen Kreislauf überführen lassen, fassen sich gut an und sorgen für ein wohliges Gefühl.
Auch bei den Assistenzsystemen hat Renault aufgerüstet. Mit dem Active Driver Assist ist das jetzt das teilautonome Fahren der Stufe zwei möglich, wobei selbst fehlende Fahrbahnmarkierungen am rechten Rand nichts machen. Zudem werden die Geolokalisierung und das Kartenmaterial im Navigationssystem zum vorausschauenden Fahren genutzt.
Der Kofferraum des Renault Scenic E-Tech fasst zwischen 545 und 1670 Liter.
Bild: Hersteller
Die Navigation wird übrigens von Google Maps übernommen und ist im Infotainmentsystem OpenR link integriert. Renault verspricht für den Scénic eine speziell an die Anforderungen von Elektroautos angepasste Navigation. Die soll nichts nur die energieeffizientesten Strecken vorschlagen, sondern auch über Ladestationen und Restreichweite informieren.

Sound vom Meister

Herzstück des OpenR link ist der hochformatige 12-Zoll-Multimediatouchscreen, der zusammen mit dem digitalen 12,3-Zoll-Kombiinstrument die Schaltzentrale bildet, mit der sich der Scenic E-Tech Electric wie ein Smartphone bedienen lassen soll. Zu Teilen ist das richtig, allerdings sind die Untermenüs recht verschachtelt und es braucht einen Moment, bis man in die Tiefen vorgedrungen ist.
Auch das Heck des Renault Scenic ist gelungen anders als das des Vorgängers.
Bild: Hersteller
Dort verbergen sich dann auch die von keinem Geringeren als Jean-Michel Jarre abgestimmten fünf Hörmodi der Soundanlage. Noch interessanter ist aber, dass der Elektromusik-Pionier, der 1976 mit dem Album "Oxygen" Weltruhm erlangte, auch an der Begrüßungssequenz beteiligt war und das Warngeräusch für die Fußgänger ersonnen hat, wenn der Wagen unter 30 km/h fährt.
Der Renault Scenic ist als Elektriker viel schöner als seine Hochdach-Vorgänger. Mit der 87 kWh leistenden Batterie bietet er eine stattliche Reichweite und mit maximal 150 kW-Ladeleistung sollten die Standzeiten an den Ladestationen überschaubar sein. Auch bei den Assistenzsystemen, bei der Materialauswahl, der Verarbeitung und beim Platzangebot macht das Familien-SUV einen guten Eindruck. Ob das alles aber reicht, um den Preis von mindestens 41.400 Euro zu zahlen wird sich ab dem Marktstart im Juni 2024 zeigen.