Restwerte-Analyse: Mazda tickt anders – und das zahlt sich aus
Mazda bleibt stabil: hohe Restwerte trotz Marktflaute

Je begehrter ein Auto, desto besser ist sein Werterhalt. Welche Modelle Verlust bringen, welche stabil sind, erklären einmal im Monat die Experten von Schwacke. Diesmal: Mazda.
Bild: Mazda
Elektrifizierung mit Bedacht, Saugmotoren statt Turbos, Wankel als Range Extender, Benziner mit Dieseltechnik: Mazda ist in mancherlei Hinsicht anders als andere Autohersteller. Die Japaner mit Sitz in Hiroshima sind bekannt dafür, technische Sonderwege zu gehen. Das ist mutig, zuweilen auch übermütig.
Mazda wurde 1920 als Korkhersteller gegründet und entwickelte sich in den 30er-Jahren mit dem motorisierten Lastendreirad Mazda-Go zum Fahrzeugkonzern. 1960 startete Mazda mit dem R360 Coupé in die Pkw-Produktion. Der RX-7 wurde zum erfolgreichsten Wankelmotor-Modell, der Roadster MX-5 zum meistverkauften Zweisitzer-Sportwagen der Welt. Seit den 2010er-Jahren prägen die Skyactiv-Technologie und zunehmender Fokus auf Qualität und klare Designsprache die Marke.
In Deutschland konnten die Japaner im vergangenen Jahr trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes die Neuzulassungen nahezu konstant halten. Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Privatkunden, der laut Mazda mit mehr als 45 Prozent deutlich über dem Branchenschnitt liegt.
EZ-60: Elektro-SUV mit chinesischer Unterstützung
Mazda will sich für die kommenden Jahre breit aufstellen, also vom Verbrennungsmotor über Hybride bis zu batterieelektrischen Autos alles anbieten. Eine neue, besonders flexible Plattform soll verschiedene Antriebsarten ermöglichen und die Basis für kommende E-Modelle bilden. Das erste Auto auf dieser Plattform soll 2027 erscheinen.
Bereits früher könnte mit dem EZ-60 ein batterieelektrisches Mittelklasse-SUV auf den europäischen Markt kommen, das mit dem chinesischen Partner Changan entwickelt wurde. So lange ist der 6e hierzulande das einzige Elektroauto im Programm.
Mazda-Modelle mit hoher Wertstabilität
Wertstabil zeigt sich auch der Mazda3, was unter anderem am attraktiven Einstiegspreis sowie dem guten Ruf bei Qualität und Zuverlässigkeit liegt. Nicht umsonst konnte das Modell 2024 den "Wertmeister-Titel" von Schwacke in seiner Klasse holen.

Anders sein: Beim MX-30 mit Wankelmotor als Range Extender und hinten angeschlagenen Türen wird Mazdas Sonderweg nicht belohnt: nur 38,1 Prozent Restwert.
Bild: Mazda
Mit unterdurchschnittlichen Restwerten aus der Reihe tanzen nur der ungewöhnliche MX-30 sowie der Mazda2; Letzterer ist im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem Toyota Yaris deutlich weniger nachgefragt.
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