Restwertprognose bei Porsche
Wer gewinnt – und wer stark verliert

Je begehrter ein Auto, desto besser ist sein Werterhalt. Welche Modelle Verlust bringen, welche stabil sind, erklären die Experten von Schwacke. Porsche schwankt zwischen Sportwagen und SUV-Mainstream, Elektro und Verbrenner.
Bild: Porsche
Zwar war der 911 immer das Herzstück von Porsche, doch die Modelle 924, 928, 944 und später Boxster/Cayman zeigten, wie vielseitig sich eine Sportwagenmarke interpretieren lässt.
Die SUV-Ära beginnt
So ist der 911 nach wie vor das emotionale und technologische Zentrum der Marke. Der Taycan steht für Porsches Engagement in der E-Mobilität. Der Panamera positioniert sich als luxuriöse Limousine mit Hybridvarianten. Die sportliche Einstiegslinie 718 Boxster und Cayman wurde Ende 2025 eingestellt, der elektrische Nachfolger mehrfach verschoben.

Der Porsche Taycan (Foto) kostet in der Basisversion 102.600 Euro. Dafür gibt es 408 Elektro-PS – und einen nicht unbeträchtlichen Wertverlust.
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In Deutschland gingen die Neuzulassungen 2025 um 17,7 Prozent zurück, Bestseller war der 911 mit 9851 verkauften Autos. Unterdessen vollzieht Porsche einen Kurswechsel: Statt reiner Elektro-Offensive richtet sich der Fokus wieder mehr auf Verbrenner und Hybride, da die Nachfrage nach Stromern im Hochpreissegment stockt.
Restwert-Champions im Premiumsegment
Porsche zählt zu den restwertstärksten Marken. Der 911 ist mit 69,3 Prozent Prognosewert nach drei Jahren Spitze; auch Cayenne Coupé und Cayenne sind mit Werten über 60 Prozent top im Premiumsegment. Cayenne Electric, Macan und Taycan bewegen sich – typisch für teure E-Autos – auf deutlich niedrigerem Niveau.
Die große Stärke der Marke liegt in ihrer hohen Begehrlichkeit, einer zurückhaltenden Rabattstrategie sowie einem begrenzten Angebot einiger Modellvarianten.
Restwertprognose nach 36 Monaten (20.000 km/Jahr)*
- Macan Elektro: 51,5
- Cayenne Coupé: 64,1
- Cayenne Electric: 53,9
- 911: 69,3
- Taycan: 48,9
- Panamera: 52,3
*Restwert in %; Händlerverkaufspreis (Händler an privat, B2C)
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