Gut 1000 Autos hat die deutsch-französische Firma Mia Electric bislang verkauft. "Die Zahlen gehen langsam, aber stetig hoch“, sagte mir Mia-Erfinder Murat Günak. Kunden, die zunächst zögerten, weil sie auf E-Autos von Audi, VW oder BMW warteten, kämen jetzt zu Mia zurück. Pro Monat laufen im Werk im westfranzösischen Cerezy 50 bis 75 der Mikro-Busse vom Band.

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Läuft gut: Innerhalb von zwei Monaten ist die Hälfte der 100 Stück des Sondermodells Mia Blue Star an den Mann gebracht worden.
Bild: Werk
Und die Mia-Familie, die derzeit aus drei Basismodellen (3-Sitzer, 4-Sitzer, Transporter) und zwei Design-Sondermodellen (Mia Paris, MiAmore) besteht, wächst. Unter dem Projektnamen EV80 entsteht derzeit ein Cabrio auf Basis der 2012 in Genf gezeigten Studie Mia Rox. Im Sommer soll eine Kleinserie von rund 50 Stück verkauft werden. Aufgebaut wird auch der Prototyp einer Version mit einer Brennstoffzelle als Range Extender. Diese Fuel-Cell-Mia wird eine verlängerte Reichweite von 500 Kilometern haben. Eine erste Testfahrt soll von Cerezy über Paris nach Saarbrücken (der Heimat von Mia-Hauptgeldgeber Edwin Kohl) führen. Seit Januar 2013 hat Mia vom Kastenwagen-Sondermodell Blue Star (Foto) 50 Stück der zunächst auf 100 Stück limitierten Auflage verkauft. In Frankreich kostet der Blue Star dank staatlicher Förderung nur 7632 Euro plus Steuern sowie 75 Euro im Monat Akku-Miete.