Ob E5 oder E10, ob Super oder Super Plus – die Preisanzeigen an den Tankstellen bewegen sich momentan meist in eine Richtung: nach oben. Benzin kostet oftmals schon wieder um die zwei Euro. Diesel sogar noch mehr. Hauptgrund dafür ist der auslaufende Tankrabatt. Er endet am letzten August-Tag. Ab September zapfen Autofahrer wieder ohne staatliche Stützung. Und das bedeutet stramm steigende Spritpreise.

Was tun? Wenn weniger oder gar nicht mehr fahren keine Option ist, wenn man auf das Auto zum Pendeln angewiesen ist und man einfach nicht darauf verzichten möchte, ist ein neues Auto mit möglichst niedrigem Verbrauch oder alternativem Antrieb erste Wahl. Doch die haben lange Lieferzeiten und hohe Preise. Eine elegante Lösung gegen lange Bereitstellungszeiten und galoppierende Spritpreise ist ein Auto-Abo für ein Auto mit Erdgas-Antrieb. Obwohl momentan auch hier über Versorgungsengpässe und stark steigende Erdgas-Kosten berichtet wird, ist CNG an den Tankstellen erstaunlich günstig. CNG steht für Compressed Natural Gas und kann problemlos von Ottomotoren verbrannt werden, wenn diese dafür ausgelegt wurden und das Auto über einen Drucktank verfügt. Leider ist das Angebot an CNG-Modellen seitens der Hersteller sehr überschaubar.

Seat Ibiza FR CNG im Abo bei Like2Drive ab 359 Euro im Monat

Die Abofirma Like2Drive bietet momentan den Seat Ibiza FR CNG zu einer attraktiven Monatsrate ab 359 Euro an. Die Laufzeit beträgt ein halbes Jahr, 10.000 Kilometer sind inkludiert. Wer 15.000 Kilometer fahren möchte, zahlt 399 Euro monatlich. Und wenn das immer noch nicht reicht, bietet Like2Drive auch ein Kilometerpaket über 20.000 Kilometer an. In diesem Fall beträgt die Monatsrate 439 Euro. Enthalten sind darin wie bei Auto-Abos üblich sämtliche Kosten wie Steuern, Versicherung, Reifen, Inspektionen und Zulassung. Einzig für den Kraftstoff muss der Abonnent noch aufkommen.
Ein Kilo CNG notiert an der Tankstelle aktuell zwischen 95 Cent und 1,10 Euro pro Kilo (Stand: 29. August 2022). Das ist deutlich billiger als Benzin oder Diesel. Plus: Der Energiegehalt von einem Kilo CNG entspricht etwa dem von 1,5 Liter Benzin und 1,3 Liter Diesel. Oder anders ausgedrückt: Mit Erdgas tankt man nicht nur billiger, sondern kommt im Vergleich zu Ottokraftstoffen auch weiter. Kurz, weniger Kohle für mehr Reichweite.
Seat Ibiza 1.5 TSI DSG
Seat Ibiza FR: 90 PS leistet der Kleinwagen mit CNG-Antrieb.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD

Bei dem Abo-Ibiza mit FR-Ausstattung handelt es sich um einen gut ausgestatteten Kleinwagen mit 90-PS-Motor. Sein Tank fast knapp 14 Kilo CNG. Einmal voll tanken bedeutet also etwa 14 Euro. Damit kommt der Seat-Lenker dann bei zurückhaltender Fahrweise 370 bis 400 Kilometer weit. Pro 100 Kilometer liegt der reine Kraftstoffpreis bei rund vier Euro. Beim vergleichbaren Benziner dagegen liegen die 100-Kilometer-Spritkosten dagegen bei über zehn Euro.

Erdgas verbrennt sauberer als Benzin und Diesel

Aber nicht nur unter reinen Kostengesichtspunkten liefert der Abo-Ibiza überzeugende Argumente. Wer das Schwestermodelle des VW Polo mit CNG-Motor fährt, tut auch Gutes für die Umwelt. Denn Erdgas verbrennt signifikant sauberer als Benzin und Diesel. Sein CO2-Ausstoss pro Kilometer beträgt 95 Gramm; der des 95 PS starken Benziners 110 Gramm. Und nicht nur das: Etliche Erdgas-Tankstellen verkaufen CNG mit der Bezeichnung "100 Prozent Bio". Dann stammt das Gas beispielsweise aus Speiseabfällen und Gülle. Dieser als Biomethan bezeichnete Kraftstoff ist chemisch fossilem Erdgas ebenbürtig und verbrennt im Auto quasi CO2-neutral.
Nur nach den CNG-Tankstellen muss man leider suchen. Ihr Netz ist leider relativ dünn. Aktuell verfügen bundesweit nur rund 900 bis 1000 Tankstellen über eine oder mehrere Erdgassäulen. Vor dem Abschluss eines Abos für den Erdgas-Seat gilt es also zu prüfen, ob sich eine entsprechende Station in der Nähe befindet. Gleiches gilt für Auslandsfahrten. Besonders in Holland und Italien ist die Verfügbarkeit gut. In Osteuropa, Frankreich und Spanien dagegen mangelhaft.