Fahrbericht Seat Leon TGI

Fahrbericht Seat Leon TGI

Seat Leon TGI: Test

Seat gibt beim Leon richtig Gas

Zum Modelljahr 2019 stattet Seat die Erdgasvariante (CNG) des Leon mit einem neuen 1,5-Liter-Motor aus. AUTO BILD ist den kompakten Spanier gefahren.
Von außen unterscheidet sich das CNG-Modell nicht von den übrigen Versionen des  Seat Leon. Je nach Ausstattung variieren zwar die Gestaltung des Kühlergrills und die Form der Schürzen, wirklich erkennbar ist die Erdgas-Variante aber nur am TGI-Schriftzug auf der Heckklappe. Auch im Innenraum bleibt bis auf die Tachoeinheit alles wie gewohnt. Hier ersetzt die Füllstandanzeige der drei CNG-Tanks das Instrument für die Kühlwassertemperatur. Ein grünes Symbol auf der Tachoscheibe signalisiert, wann der Leon im CNG-Betrieb unterwegs ist.

Der Erdgas-Leon hat einen neuen Motor

Mehr Hubraum, mehr Dampf: Im Leon TGI arbeitet jetzt ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 130 PS.

In der aktuellen Modellgeneration hat Seat dem TGI einen neuen Motor spendiert: Das bisherige 1,4-Liter-Aggregat (110 PS) wurde durch einen 1,5 Liter großen Vierzylinder mit 130 PS und 200 Nm ersetzt. Neu segmentierte Kolben mit Nickel-Chrom-Beschichtung, verstärkte Ventilsitze und verlängerte Einlassventile sorgen für optimale Anpassung an den Erdgasbetrieb, wahlweise ist der Motor an eine Sechsgang-Handschaltung oder ein Siebengang-DSG gekoppelt. Drei Tanks, die zusammen 17,3 Kilogramm Gas speichern können, sowie eine "Benzinreserve" von neun Litern gewährleisten laut Seat eine Reichweite von insgesamt 550 Kilometern, nur mit Erdgas sollen es 440 Kilometer sein. Bei leeren Erdgas-Tanks schaltet der Leon TGI selbstständig auf Benzin-Betrieb um – zu spüren ist das nicht.

Im Fahrwerk des Spaniers steckt Spaß

Sauber abgestimmt: Das Serienfahrwerk meistert alle Anforderungen – und passt bestens zum TGI.

Beim Fahren fällt sofort auf: Das Geräuschniveau des CNG-Antriebs ist erstaunlich niedrig. Im Vergleich zur Benzinversion des Leon ist der TGI zwar etwas rauer, vergleicht man den Geräuschanstieg aber mit einem Dreizylinder-Modell von Seat, ist der Leon flüsterleise. Der Motor hat einen guten Antritt und kann mit gutem Durchzug punkten – auch ein Verdienst des Siebengang-DSG. Es lässt die Gänge überdurchschnittlich lange stehen, was dem Motor hilft, den Drehzahlkeller zu überwinden. Zusammen mit dem Getriebe wirken die 130 PS des Erdgasaggregats mehr als alltagstauglich. Die 200 Nm sorgen für ausreichend Vortrieb. Das serienmäßige Fahrwerk unseres Testwagens macht einen ausgewogenen Eindruck – nicht zu sportlich, nicht zu weich. Im Leon macht Erdgasfahren richtig Spaß.
Der Leon TGI startet bei 23.650 Euro mit Sechsgang-Handschaltung beziehungsweise bei 25.350 Euro mit DSG. Die von uns gefahrene Variante in der Ausstattung "Xcellence" und mit DSG ist ab 27.100 Euro zu haben. Als ST-Kombi werden mindestens 24.850 Euro fällig.
Das Fazit von Andreas Huber: "Mit dem Leon TGI macht Erdgasfahren richtig Laune. Das DSG gleicht die antriebsbedingten Schwächen adäquat aus. Wer auf elektrifizierte Fahrzeuge verzichten möchte, aber auf die Umwelt schaut, der wird mit dem Leon sicher Freude haben."

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