Seat Mii electric im Test

Seat Mii electric im Test

Seat Mii electric: Test, Motor, Preis

Mii electric stromert zum Mini-Preis

Jetzt gibt es keine Ausreden mehr: Der Seat Mii electric unterbietet sogar den VW e-Up und ist damit das günstigste E-Auto. Erster Test.
Der Seat Mii electric kostet in der Basis noch mal 1325 Euro weniger als ein VW e-Up und ist damit ab Februar 2020 die günstigste Art, Elektroauto zu fahren: Den spanischen Stadtflitzer gibt es zu einem Mii-ni-Preis ab 20.650 Euro. Wenn demnächst die Kaufprämie auf 6000 Euro steigt, gibt es endgültig keine Ausreden mehr. E-Auto-Fahren ist zu teuer – pah!, das war einmal.

Im besten Fall reicht einmal laden pro Woche

Seat verspricht für den Mii electric 358 Kilometer Reichweite in der Stadt – das haut nicht ganz hin.

Fast noch attraktiver ist die Leasingrate von 145 Euro (ohne Anzahlung!) bei 36 Monaten Laufzeit. Für Gewerbekunden vom Pizza-Lieferanten bis zum Pflegedienst sind es sogar nur 109 Euro. Die Betriebskosten gibt Seat mit 2,80 Euro pro 100 Kilometer an – Steuer inklusive. Das allerdings ist arg optimistisch. Und hängt auch vom Verbrauch ab. Der soll nach WLTP zwischen 14,4 und 14,9 kWh betragen. Auf unserer Testfahrt schwankte er zwischen 15,5 kWh auf Autobahn und Landstraßen sowie glatten 12 kWh in der Innenstadt. Dort also, wo der natürliche Lebensraum des Mii ist. Bei einer nutzbaren Akku-Kapazität von 32,3 kWh sind die versprochenen 358 Kilometer Stadt-Reichweite (sonst 259 km) so aber nicht zu erreichen. Trotzdem: Der Zweitwagen-Fahrer in Berlin oder Köln wird mit einmal laden pro Woche auskommen.
Dass sich das Fahren kaum von den technisch baugleichen e-Up und Skoda Citigo e unterscheidet, liegt auf der Hand. Kleiner Kritikpunkt: Das Einstellen der Intensität der Rekuperation (vier Stufen) erfolgt über den Gangwahlhebel und ist das exakte Gegenteil von intuitiv – gibt Seat selbst zu. Andererseits: Ein neuer Besitzer wird sich daran wohl schnell gewöhnen (müssen). Ebenso wie wir, dass Seat im VW-Konzern zukünftig die Marke für die Mikromobilität ist. Dann soll unter dem Mii auch noch ein 1+1-Sitzer (Minimo) kommen. Und dann wird's noch billiger.
Das Fazit von Hauke Schrieber: "Wieder keine guten Nachrichten für Start-ups wie eGo & Co: Der Mii electric ist günstiger, kommt weiter und ist besser verarbeitet. Gegenargumente? Höchstens, dass er kein eigenständiges Design besitzt." AUTO BILD-Testnote: 2+
Technische Daten Seat Mii electric Motor: E-Motor • Leistung: 61 kW (83 PS) • max. Drehmoment: 212 Nm • Antrieb: Frontantrieb, Einganggetriebe • Akku: Lithium-Ionen (luftgekühlt) • Kapazität: 36,8 kWh (32,3 nutzbar) • Reichweite: max. 259 km • Ladezeit bis 80 %: 4:15 Std. (Wallbox), 1:00 Std. (DC) • Länge/Breite/Höhe: 3556/1645/1481 mm • Kofferraum: 251–923 l • 0–50 km/h: 3,9 s • Verbrauch: 14,4–14,9 kWh/100 km (WLTP) • Preis ab 20.650 Euro. 

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