Skoda Enyaq RS, Skoda Kodiaq RS: Kaufberatung
Einspritzer oder Elektriker: Kodiaq RS vs. Enyaq RS

Skoda lässt uns auch bei den sportlichen Familien-SUV die Wahl zwischen Benziner und Batterie-Elektriker. AUTO BILD vergleicht Kodiaq und Enyaq.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Für ein bisschen Abenteuer im Alltag gibt es SUV. Und damit die fahrdynamisch benachteiligten Hochsitze trotzdem Spaß machen, bietet Skoda seine potenten RS-Versionen.
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Enyaq hat die sportlichere Optik
Optisch beweist der Enyaq etwas mehr Pfiff und die flottere Form, beim Format liegt der Kodiaq knapp vorn. Mit 4,76 Metern macht er sich zehn Zentimeter länger als der Enyaq, trägt das Dach 4,5 Zentimeter höher und muss dem 1,5 Zentimeter breiteren Stromer die sportlicheren Proportionen zugestehen.

Dynamischerer Look: Der Enyaq hat dem Kodiaq die etwas flottere Form und die sportlicheren Proportionen voraus.
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Innen lässt sich dann kaum ein Größenunterschied spüren. Beide Skoda geizen nicht mit dem Platz. Wo der Enyaq vorn den einen oder anderen Zentimeter mehr bietet, geht es im Kodiaq hinten minimal luftiger zu. Und der Kodiaq spendiert zwar eine geteilt längs verschiebbare Fondbank (beim Enyaq nicht lieferbar), lässt sich den doppelten Ladeboden (beseitigt Ladekante am Heck, schafft Ebene beim Umlegen der Fondlehnen) aber mit 180 Euro extra bezahlen.
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Weitere Unterschiede ergeben sich vor allem über die eindeutig zugunsten des Kodiaq verteilten Transporttalente. Mit maximal 2105 Liter Kofferraum schluckt der Verbrenner fast 400 Liter mehr Gepäck als sein stromernder Bruder, darf 90 Kilogramm mehr zuladen – allerdings muss beim Kodiaq alles über die 76 Zentimeter hohe Ladekante gebuckelt werden (Enyaq 68,5 cm). Letzter Punkt für den Benziner: Anhängerbetrieb. 2,3 Tonnen darf der Kodiaq ziehen, beim Enyaq ist bereits bei 1,8 Tonnen Schluss.
Kleine Unterschiede bei der Bedienung
Bei der Bedienung bieten beide einen 13-Zoll-Berührbildschirm in der Mitte sowie eine verständnisvolle und aufmerksame Sprachassistenz, die sich von Audio bis Zielführung um alles Wichtige kümmert. Smartphones lassen sich selbstverständlich kabellos spiegeln, Apps gibt es reichlich, die schnelle und grafisch ansprechende Navigation plant beim Enyaq natürlich auch Ladestopps ein.

In beiden Konkurrenten ist der Touchscreen 13 Zoll groß. Beim Kodiaq gibt es zusätzlich drei große Bedienknöpfe auf der Mittelkonsole.
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Im Enyaq blickt der Fahrer auf ein 5 Zoll kleines Digital-Cockpit mit den wichtigsten Informationen, bekommt im serienmäßigen Head-up-Display aber sogar Augmented Reality geboten. Das Fahrerdisplay im Kodiaq ist doppelt so groß und bietet fein aufbereitete Informationen bis hin zur Navi-Karte, Augmented Reality gibt es allerdings nicht, das Head-up-Display kostet 480 Euro.
Fahrzeugdaten
Modell | Skoda Enyaq RS | Skoda Kodiaq RS |
|---|---|---|
Elektro | Benziner | |
Motor | zwei Elektromotoren | R4, Turbo |
Leistung/Systemleistung | 250 kW (340 PS) | 195 kW (265 PS) |
Drehmoment | 679 Nm (545 hinten/134 vorn) | 400 Nm |
0-100 km/h | 5,4 s | 6,3 s |
Vmax | 180 km/h | 231 km/h |
Antrieb/Getriebe | Allrad/Einganggetriebe | Allrad/7-Gang-Doppelkupplung |
Testverbrauch - Testreichweite | 22,9 kWh/100 km - 372 km | 9,5 l S/100 km - 610 km |
Verbrauch WLTP - Reichweite WLTP | 16,0 kWh/100 km - 556 km | 8,2 l S/100 km - k. A. |
Batteriekapazität (netto)/Tank | 79 kWh | 58 l |
Länge/Breite/Höhe | 4660/1879/1618 mm | 4761/1864/1663 mm |
Radstand | 2772 mm | 2791 mm |
Kofferraum | 585-1710 l | 910-2105 l |
Leergewicht/Zuladung | 2260/490 kg | 1840/580 kg |
Anhänge-/Stützlast | 1800/75 kg | 2300/100 kg |
Typklassen (HPF/TK/VK) | 14/21/19 | 13/25/26 |
Grundpreis | 58.600 Euro | 59.000 Euro |
Strom-/Kraftstoffkosten (60.000 km)* | 6045,60 Euro | 11.400,00 Euro |
Wartung (4 Jahre) | 850,00 Euro | 2700,00 Euro |
Steuer (4 Jahre) | 0,00 Euro | 1088,00 Euro |
Versicherung (HPF/VK 4 Jahre) | 5804,08 Euro | 6174,60 Euro |
Wertverlust (4 Jahre; 60.000 km)** | 26.452,04 Euro | 25.647,30 Euro |
Gesamt | 39.151,72 Euro | 47.009,90 Euro |
Euro pro Kilometer | 0,65 Euro | 0,78 Euro |
Dafür verfügt der Kodiaq über drei große runde Bedienknöpfe (Smart Dials). Die beiden äußeren verstellen die Temperatur, in der Mitte lassen sich Lautstärke, Kartenzoom und Lüfterstärke wählen – klappt intuitiv und ablenkungsarm.
In beiden steckt Komfort und Sport
Auf der Straße geben sich beide sehr sicher (viele gut funktionierende Assistenten Serie) und dynamisch, wobei der stärkere Enyaq objektiv schneller sprintet und subjektiv satter liegt. Beim Komfort müssen in keinem Fall Abstriche gemacht werden, da beide über weit gespreizte Adaptivdämpfer und verschiedene Fahrprofile verfügen.

Weite Spreizung: In Enyaq und Kodiaq stecken Adaptiv-Fahrwerke, die von flauschig bis knackig jede Gangart beherrschen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Sie sind im Kodiaq serienmäßig an Bord, im Enyaq kosten sie 1490 Euro im Paket Maxx, und beherrschen von wellnessweich bis sportspaßig so ziemlich jede Gangart. Allerdings unterbricht der Enyaq den Fahrspaß-Flow deutlich früher, muss nach 372 Kilometern an die Ladesäule (Kodiaq: 610 km Reichweite).
Benziner verliert bei den Kosten deutlich
Bleiben die Kosten. Gut ausgestattet sind beide, mit knapp 60.000 Euro aber auch nicht billig. Trotz der schlechteren Restwertprognose bleibt der Enyaq am Ende deutlich günstiger, weil der Kodiaq neben höheren Wartungs- und Versicherungskosten angesichts der aktuellen Spritpreise an der Tankstelle weiteren Boden verliert.

Auf vier Jahre und 60.000 Kilometer gerechnet, kostet der Kodiaq RS 0,78 Euro pro Kilometer – der Enyaq RS macht es 13 Cent günstiger.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Auf jedem Kilometer kostet der Enyaq 13 Cent weniger als der Kodiaq, die angekündigte staatliche Förderung kann bis zu zehn Cent weitere Ersparnis bringen.
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