Skoda Fabia Combi RS: Kurztest
Grüner rasen

Knackiges Fahrwerk, 180 PS und Schaltwippen am Lenkrad – das verspricht Fahrspaß pur. Doch der praktische Fabia Combi RS lernt von seinem Technikspender dem VW Polo und ist auch gut zur Umwelt.
Sie suchen etwas, das praktischen Nutzwert bietet, richtig Laune macht und trotzdem nicht zu viel Sprit verballert? Na, das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal. Wie wäre es in diesem Fall mit einem verstohlenen Blick zum Skoda Fabia? Denn der hat seinem Technikspender Polo GTI ein entscheidendes Detail voraus: Es gibt ihn auch als Kombi.
Karosserie/Qualität
Kommen wir zu Wunsch eins: 480 bis 1460 Liter Gepäckraum machen den Skoda zum Pampersbomber für sportliche Familienväter – ein Golf Variant schluckt nur 25 bis 35 Liter mehr. Innen ist bei der Sportversion alles beim Alten – leider. Sportliche Akzente sucht man größtenteils vergebens, und auch die Verarbeitung des Tschechen zeigt Schwächen. An Details wie den billigen Türgriffen oder dem schlecht entgrateten Handschuhfach erkennt man, wo Skoda den Rotstift ansetzen musste.
Fahrfreude/Antrieb

Bild: R.Sassen
Fahrleistungen
Wunsch zwei: erfüllt. Doch wie steht es bei aller Spaßfaktor-Lobhudelei um die Wirtschaftlichkeit? Beim Blick auf die nackten Zahlen wird dem Jung-Papa schnell angst und bange: 7,3 Sekunden für den Standardsprint, 226 km/h Topspeed und stramme Elastizitätswerte. Das klingt nach Stammkundenstatus an der Tankstelle. Doch auf unserer Verbrauchsrunde genehmigte sich der Fabia moderate sieben Liter pro 100 Kilometer.
Fahrwerk/Komfort
Wunsch drei: erfüllt. Bleibt der Unterbau; und hier ist das Urteil eindeutig: Ein Kurvenräuber à la Clio RS ist der Fabia nicht, dafür steckt zu viel Kompromiss aus Komfort und Sportsgeist in ihm – was den Nachwuchs im Kindersitz aber kaum stören dürfte.
Preis/Kosten
22.490 Euro will Skoda für den Combi RS. Wir finden, nicht zu viel für einen gut ausgestatteten Stimmungsaufheller, der gleich drei Wünsche auf einmal erfüllt.
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