Der Aufstieg von Skoda ist fast unheimlich. Von der vom Sozialismus geprägten und im Westen nicht wettbewerbsfähigen Billigmarke mauserten sich die Tschechen innerhalb weniger Jahre zur bärenstarken Marke. Der gerade ganz frisch vorgestellte Superb glänzt in unseren Tests mit Bestnoten. Spätestens seit der 2008 eingeführten zweiten Auflage des Superb (ab 2010 auch als Kombi) erobert Skoda selbst in der gehobenen Mittelklasse Marktanteile. Kein Wunder: Unter der gefälligen Hülle steckt viel Raum. Das Platzangebot im Fond ist so verschwenderisch, dass sich auch lange Beine problemlos übereinanderschlagen lassen. Mit bis zu 1865 Litern fasst der Kofferraum locker jedes Urlaubsgepäck. Die Verarbeitung ist auf hohem VW-Niveau mit leichten Abstrichen bei der Qualität der Materialien. Im AUTO BILD-­Kummerkasten monieren Leser Knarz-­ und Klappergeäusche und schnell verschleißende Sitzbezüge. Beim Antrieb rächt sich der große Konzernbaukasten. Wie auch bei vergleichbaren VW- ­und Audi-­Modellen nerven die TSI-Benziner mit Steuerkettenproblemen und hohem Öldurst.
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Das Fahrwerk verfehlt das Klassenniveau

Skoda Superb
Unser Testwagen: ein Skoda Superb 2.0 TDI DSG, Baujahr  2012, mit einer Laufleistung von 199.800 km.
Der von uns gefahrene Wagen ist ein 2.0 TDI mit DSG-­Getriebe in der gehobenen Elegance-­Ausführung. Eine Kombination, die zwar passt, aber auch Gefahren für teure Reparaturen birgt. Der kräftige Diesel hat einen Zahnriemen, dessen Wechselintervall peinlichst genau einzuhalten ist. Ärger können auch die Injektoren machen. Verschlissene Kupplungen des Direktschaltgetriebes kündigen sich durch ruckige Gangwechsel an. Teilweise gibt aber auch die ganze Schaltbox auf. Dann können schnell mehr als 6000 Euro auf der Rechnung stehen. Kritikwürdig ist auch das Fahrwerk. Die poltrige Abstimmung verfehlt das Klassenniveau im Komfort und auf der Hebebühne, wo der TÜV hier überdurchschnittlich erhöhten Verschleiß beanstandet. Mehr aber nicht, der Rest des Superb ist unauffällig. Unterm Strich kann der große Skoda überzeugen. Im AUTO BILD-­Dauertest bekam ein 2.0 TSI sogar eine glatte Eins. Sparfüchse greifen zur weniger gefragten Limousine. Hier beeindrucken die Tschechen mit einer pfiffigen und technisch aufwendigen, zweigeteilten Heckklappe.Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim gebrauchten Skoda Superb außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den vollständigen Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Bildergalerie

Skoda Superb 2.0 TDI Combi DSG
Skoda Superb 2.0 TDI Combi DSG
Skoda Superb 2.0 TDI Combi DSG
Kamera
Gebrauchter Skoda Superb im Test




Fazit

Der Skoda Superb ist ein ideales Familienauto und ein Kilometerfresser. Seine Schwächen sind die typischen VW-Mängel, aber im überschaubaren Rahmen. Alles in allem ist der Superb eine feste Größe in seinem Segment.