Downsizing. Der Inbegriff schlafloser Nächte aller Soundfetischisten. Weniger Zylinder, weniger Hubraum und dazu noch ein die Abgaspulsationen dämpfender Turbo. Ja, die Akustikingenieure haben es nicht leicht, den Sportwagen unserer Zeit Stimme zu verleihen. Mit sogenannten Soundaktuatoren wollen sie dem entgegenwirken. Die Hersteller verwenden dieses System aktuell ausschließlich bei Dieselmotoren, Tuner Speedart bestückt nun erstmals einen Benziner.

Ums Eck kann es der Macan besonders gut

Speedart Macan SP-390M
Der Macan bringt querdynamisch schon alles mit – Speedart legt ihn lediglich ein wenig tiefer.
Bild: Lena Willgalis
 • Längsdynamik Per Zusatzbox steigt die Leistung auf 390 PS und 540 Nm. Damit rennt der Macan dem Serienauto bis 100 km/h um 0,4 Sekunden davon; 5,1 Sekunden zeigt das Messgerät. Mit 19,5 Sekunden auf 200 km/h unterbietet der Speedart die Serie um 3,5 Sekunden. • Querdynamik Da der AMG GLA 45 im Prinzip mehr aufgebockte A-Klasse denn lupenreines SUV ist, darf sich der Porsche Macan Klassenprimus bei der Agilität sportlicher SUVs nennen. Entsprechend gering fällt der Optimierungsbedarf seitens Speedart aus. Die Tieferlegung senkt den Schwerpunkt und legt den Macan S satt auf die Straße. Auch die riesigen 22-Zoll-Räder funktionieren besser als zunächst erwartet.
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Der Aktuator bietet zwei verschiedene Klangmodi

Speedart Macan SP-390M
Lieber ohne Aktuator: Das natürliche Klangbild der überarbeiteten Abgasanlage ist am besten.
Bild: Lena Willgalis
 • Emotion Zwei verschiedene Modi für den Soundaktuator stehen zur Verfügung. In "Normal" klingt der Biturbo-V6 sehr tief und bassig, in "Sport" heftig kreischend und hochfrequent. Das natürliche Klangbild der überarbeiteten Abgasanlage ist und bleibt deutlich schöner als das durch den Aktuator manipulierte. Den extrovertierten Gesamtauftritt muss man mögen. • Alltag Hohe Bordsteine sollte man meiden, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. • Preis und Leistung Mit allem Drum und Dran kostet der Macan S von Speedart über 78.000 Euro. Leider klafft zwischen Verarbeitungsqualität und Preis eine große Lücke. Die Folierung ist unsauber verklebt, der Heckspoiler schlecht verarbeitet.

Fazit

von

André Aust
Die Leistungssteigerung von Speedart zeigt Wirkung. Der Soundaktuator hingegen erweist sich als nette Spielerei, aber nicht mehr. Zudem ist die Verarbeitungsqualität von Folierung und Anbauteilen stellenweise meilenweit von dem entfernt, was ein fast 80.000 Euro teures Auto bieten sollte.