(dpa/brü) Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland kann sich unerwartete Ausgaben von mehr als 940 Euro nicht leisten. Auf Urlaubsreisen verzichtet aus finanziellen Gründen gut jeder Fünfte. Das teilte das Statistische Bundesamt am 27. Mai 2014 in Wiesbaden mit. Die Zahlen basieren auf der Erhebung Leben in Europa (EU-SILC) für 2012, die von Selbsteinschätzungen ausgeht. Danach ist fast jeder Fünfte in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen.

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Im Check: Gebrauchte bis 1500 Euro
Das berührt auch Deutschland als Autofahrernation, denn mittlerweile ist ein Kfz für 7,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland finanziell nicht drin. Dieser Anteil ist seit 2008, als es noch 5,1 Prozent waren, kontinuierlich gestiegen. 4,8 Prozent der Haushalte gaben an, ihre Miete oder ihre Rechnungen für Versorgungsleistungen nicht rechtzeitig bezahlen zu können. 2008 sagten das noch 5,6 Prozent. Bei den anderen Faktoren der materiellen Entbehrung ist der Anteil der betroffenen Bevölkerung seit 2008 stetig leicht gesunken.

Für jeden Dritten ist kein Urlaub drin

Im EU-Vergleich schneidet Deutschland jedoch gut ab. Mehr als 40 Prozent der Menschen innerhalb der Europäischen Union können plötzliche notwendige höhere Anschaffungen oder Reparaturen nicht aus der eigenen Tasche bezahlen. Mehr als jedem Dritten (39,6 Prozent) fehlt das Geld für eine Urlaubsreise von wenigstens einer Woche.
Eine vollwertige Mahlzeit – mit Fleisch, Fisch oder auch vegetarisch – ist in der EU längst nicht für alle Alltag. Etwa jeder zwölfte Bundesbürger, das sind 8,2 Prozent, kann sich dies laut Statistik nicht einmal jeden zweiten Tag leisten. Im EU-Durchschnitt sind es noch weniger Menschen: es sind elf Prozent.
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