Statt Außenspiegel: Kamera-Monitor-System von Continental
Weg mit den Dingern?!
Gibt's bald Autos ohne Außenspiegel? Zulieferer Continental hat ein Kamera-Monitor-System entwickelt, das digitale Bilder liefert. Ohne toten Winkel.
Bild: Continental
Maike Schade
Außenspiegel sind eine äußerst nützliche Erfindung, schließlich ermöglichen sie uns genau wie der Rückspiegel den (überlebens)wichtigen Blick nach hinten. Doch das Gelbe vom Ei sind die herausstehenden Teile trotzdem nicht: Sie brechen ab, sind manchmal total zugeschmiert und haben dazu auch noch einen toten Winkel. In Zeiten vernetzter Autos doch wahrlich kein vernünftiger Zustand mehr! Zulieferer Continental hat nun ein Kamera-Monitor-System entwickelt, das schon von 2018 an die Außen- und Rückspiegel in Autos ersetzen könnte – falls es 2016 mit der Zulassung klappt. Drei Kameras sollen die entsprechenden Bilder auf OLED-Monitoren im Innenraum zeigen. Das hätte, so heißt es in der Pressemitteilung, viele, viele Vorteile.
In erster Linie: Es gäbe keinen toten Winkel mehr. Durch sogenanntes "Stitching" können die Bilder der drei Kameras (zwei in den Fensterdreiecken, wo sonst die Außenspiegel sitzen, eine auf dem Dach im Sockel der GPS-Antenne) so zusammengefügt werden, dass der Autofahrer alle Bereiche seitlich und hinter dem Fahrzeug gut im Blick hat. Bei Dunkelheit oder Nässe würden die hochauflösenden Bilder dank der "High Dynamic Range-Funktion" optimiert, sodass der "Blick" deutlich besser sei als im Spiegel. Wenn Fahrzeuge mit Fernlicht oder die tiefstehende Sonne blenden, dunkelt das System das Bild ab oder hellt es dementsprechend bei schlechter Sicht auf.
Spieglein, Spieglein, weg mit dir! Diese Montage zeigt, wie ein VW Golf ohne Außenspiegel aussähe.
Bild: Auto Bild
Das ist aber noch längst nicht alles, was das Continental-System besser kann als der gute, alte Spiegel. Denn die Außenspiegel stehen bekanntlich vor – zack und ab, das ist schnell passiert. Sind sie weg, ist der Luftwiderstand des Autos niedriger, was den Verbrauch und auch den Geräuschpegel senkt. Die kleinen Kameralinsen sollen laut Hersteller auch deutlich weniger verschmutzungsanfällig sein als die Spiegel.
Zu bedenken ist aber auch der ästhetische Aspekt: Woran sollen wir künftig Duftbaum und Plüschwürfel befestigen, wenn's keinen Rückspiegel mehr gibt? Und sehen die Autos ohne "Fühler" nicht irgendwie nackig aus? Oder wirken sie sogar dynamischer? Gucken Sie in die Bildergalerie, wir haben einigen Autos die Außenspiegel "abmontiert".
Bildergalerie
Kameras statt Außenspiegel
Vor allem bei Lkw deutlich mehr Sicherheit
Nicht nur bei Pkw, sondern auch bei Nutzfahrzeugen soll das Kamera-Monitor-System von Continental einsetzbar sein. Den ADAC dürfte das freuen, er hat just in einer Pressemitteilung die Einführung solcher Systeme für Lkw gefordert. Seit Jahren, so heißt es hier, forsche die Industrie auf diesem Gebiet, noch gebe es aber kein System mit der erforderlichen Marktreife. Der ADAC weiter: "Von Vorteil wäre, dass der Fahrer auf nur einem Monitor den Überblick über die Bilder mehrerer Kameras hätte. Auch sind Kameras viel kleiner als Spiegel und verdecken nicht die Sicht. Weiterer Pluspunkt: Auf einem Monitor kann die Aufmerksamkeit des Fahrers durch Markierungen gezielt auf Fußgänger und Radfahrer gelenkt werden."
Kameras statt Außenspiegel
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Spiegel adé? Zulieferer Continental hat ein Kamera-Monitor-System entwickelt, das Außen- und Rückspiegel von 2018 an ersetzen könnte – falls es 2016 mit der Zulassung klappt. Drei Kameras sollen die entsprechenden Bilder auf OLED-Monitoren im Innenraum zeigen. Das hätte, so heißt es in der Pressemitteilung, viele, viele Vorteile.
Bild: Continental
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In erster Linie: Es gäbe keinen toten Winkel mehr. Durch sogenanntes "Stitching" können die Bilder der drei Kameras (zwei in den Fensterdreiecken, wo sonst die Außenspiegel sitzen, eine auf dem Dach im Sockel der GPS-Antenne) so zusammengefügt werden, dass der Autofahrer alle Bereiche seitlich und hinter dem Fahrzeug gut im Blick hat. Bei Dunkelheit oder Nässe ...
Bild: Martin Meiners
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... würden die hochauflösenden Bilder dank der "High Dynamic Range-Funktion" optimiert, sodass der "Blick" deutlich besser sei als im Spiegel. Wenn Fahrzeuge mit Fernlicht oder die tiefstehende Sonne blenden, dunkelt das System das Bild ab oder hellt es dementsprechend bei schlechter Sicht auf.
Bild: Continental
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Das ist aber noch längst nicht alles, was das Continental-System besser kann als der gute, alte Spiegel. Denn die Außenspiegel stehen bekanntlich vor – zack und ab, das ist schnell passiert. Sind sie weg, ist der Luftwiderstand des Autos niedriger, ...
Bild: Continental
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... was den Verbrauch und auch den Geräuschpegel senkt. Die kleinen Kameralinsen sollen laut Hersteller auch deutlich weniger verschmutzungsanfällig sein als die Spiegel. Und dann ist das Ganze ja noch ...
Bild: Continental
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... eine ästhetische Frage: Woran sollen wir künftig Duftbaum und Plüschwürfel befestigen, wenn's keinen Rückspiegel mehr gibt? Und sehen die Autos ohne "Fühler" nicht irgendwie nackig aus? Oder wirken sie sogar dynamischer? Wir haben testweise mal einigen Autos die Spiegel "abmontiert". Wie finden Sie den Ford Mustang so?
Bild: Auto Bild
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Dem Lamborghini Aventador steht der spiegellose Look ganz gut. Oder nicht? Der Elfer ...
Bild: Auto Bild
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... wirkt ohne Außenspiegel dagegen irgendwie putzig.
Auch eine Idee für die Umwelt: Zehn statt 20 Zoll. Reifenhersteller Michelin sah 2010 in der Schrumpfkur der Reifen ein geeignetes Mittel, um den Spritverbrauch zu senken. Das sieht, übertragen auf aktuelle Modelle, aber mehr als schräg aus. Oder können Sie sich einen Audi A8 im "Tiefflug" vorstellen?
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Die Vorteile der kleinen Reifen sind eine verbesserte Aerodynamik und sinkender Rollwiderstand. Zudem wiegen die Räder rund 40 Kilogramm weniger als die serienmäßige Bereifung.
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Eine Nachrüstung aktueller Autos ist – auch mit Blick auf die zu erwartenden Nachteile bei der Fahrsicherheit – nicht zu erwarten. Zumal die Autos mit dem neuen Schuhwerk zumindest "bemerkenswert" aussehen: Audi A1.
Was für den Ferrari galt, kann natürlich auch 1:1 auf den Lamborghini Gallardo übertragen werden. Bittesehr!
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Smart fortwo: Ulkiges Design ist durch nichts zu erschüttern.
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Wer auch immer sich ein SUV gekauft hat, um damit ein bisschen mehr Autorität auszustrahlen – mit Zehn-Zoll-Gummis verliert selbst so ein VW Touareg jeglichen Schrecken.
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So richtig majestätisch wirkt er nicht, der Maybach mit Zehn-Zoll-Rädchen. Aber wenn's der Umwelt dient, müssen eben auch die Schönen und Reichen Federn lassen.
Bild: autobild.de / Montage
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Sieht ein bisschen aus wie eine Seifenkiste, ist aber ein auf Zehn-Zoll-Räder umgerüsteter VW Polo.
Bild: autobild.de / Montage
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Wetten, dass man mit diesem Pick-up in Texas keinen Blumentopf gewinnen könnte?
Bild: autobild.de / Montage
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Da geht sie hin, die mühsam zusammendesignte Wuchtigkeit des Audi Q7. Auf wen will man denn bitte mit sowas Eindruck machen?