Gemäß einer aktuellen Studie ist ein Elektroauto schon zwei Jahre nach seiner Produktion sauberer als ein Benziner. Das hat ein Forschungsteam der privaten Universität "Duke University" in Durham, North Carolina, ermittelt.
Dabei flossen sämtliche CO₂-Emissionen in die Bewertung ein – also auch der Energieverbrauch für Fahrzeug- und Akkufertigung einerseits sowie für die Erdölförderung und Benzinproduktion für Verbrenner andererseits. Experten nennen diesen Ansatz "From Well to Wheel" – eine Methode zur Berechnung der Umweltbilanz von der Energie-Quelle bis zum rollenden Rad.

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Sogar die Klimabelastung durch das Schürfen und Aufbereiten der Mineralien, die für den Akku neuer Elektroautos benötigt werden, haben die Wissenschaftler mit einberechnet.

"CO₂-Rucksack" nach zwei Jahren leer

So verwundert es nicht, dass Elektroautos nach wie vor mit einem (buchstäblich) schweren Erbe auf die Straße kommen: Der Akku sorgt dafür, dass sie zu Beginn ihres Lebenszyklus eine deutlich schlechtere CO₂-Bilanz haben als Benziner.
Experten sprechen vom "CO₂-Rucksack", der dem E-Auto aufgrund seiner Konstruktionsweise aufgebürdet wird. Doch kaum fährt es los, wird dieser Rucksack mit jedem Kilometer leichter. Und schon nach zwei Jahren ist er laut Studie leer. Dann wirkt sich die weitgehend emissionsfreie Mobilität aus, während Benziner (und auch Diesel) mit jedem Kilometer mehr an Klimabilanz verlieren, weil sie fossile Energien nutzen.

E-Auto holt dank Energiewende auf

Nach Berechnungen der Duke University starten Elektroautos aufgrund des CO₂-Rucksacks mit einer um rund 30 Prozent schlechteren CO₂-Bilanz in ihre Straßenkarriere. Nach zwei Jahren ist dieser Rückstand komplett aufgeholt, ab dem dritten Jahr der Nutzung sind E-Autos klimafreundlicher als Verbrenner – und zwar ganzheitlich gesehen.

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    Schon häufig wurden Studien über die Klimabilanz von E-Autos und Verbrennern angefertigt. Auffällig ist, dass sich die Bilanz von Elektroautos in den vergangenen Jahren mit fast jeder Studie verbessert hat. Das ist selbstverständlich keine Manipulation, sondern eine Folge des Ausbaus erneuerbarer Energien. Denn je mehr ein Akku mit Sonnen-, Wasser- und Windstrom (und letztendlich auch mit Atomstrom, wie z. B. in den USA oder Frankreich) geladen wird, desto besser fällt seine Klimabilanz aus.

    Weniger erneuerbare Energien in den USA

    Die Klimabilanz hat indirekt auch Einfluss auf die Autokosten: Je länger ein Elektroauto in Betrieb ist, desto geringer sind die Aufwendungen für Mobilität, Instandhaltung und Reparatur. Auch die Haltbarkeit des Akkus wird inzwischen von Experten für höher eingeschätzt als diejenige eines Verbrennungsmotors.
    Grundlage der Berechnung waren die Verhältnisse in den USA. Diese lassen sich nicht mit der Situation in Deutschland gleichsetzen – tendenziell sind die Bedingungen für Elektroautos bei uns günstiger, weil der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland wesentlich höher ist als in den Vereinigten Staaten. 2024 waren nahezu 60 Prozent des Stroms bei uns regenerativ erzeugt, in den USA hingegen nur etwa 17 Prozent.