Es ist mitnichten so, dass Alkoven nur etwas für Familien sind! Seit drei Monaten und über 10.000 Kilometern ist der Sunlight das rollende Redaktionsbüro von AUTO BILD REISEMOBIL-Redakteurin Helene Schmidt. Trotz Corona stehen Termine und Fotoproduktionen an. Und da ist sie als Geschäftsreisende froh, alles an Bord zu haben und komplett autark reisen zu können. Gerade in der Corona-­Zeit ist das ein unschätzbarer Vorteil. Und wie ist das so, ganz alleine in einem 7,25 Meter langen Alkoven, der sechs Schlafplätze hat? Nicht viel zu groß für eine Person?Helene sagt: "Es ist jedes Mal wieder überraschend, wie schnell man sich an reichlich Platz gewöhnen kann. Das einmalige Raumgefühl, das so nur ein Alkoven bietet, samt Stehhöhe und Bewegungsfreiheit, ist großartig. Das Gleiche beim Thema Stauraum: Beim Sunlight A70 passt die komplette Sommer­-Sportausrüstung vom Rennrad bis zum SUP-­Board bequem hinein. Und dann ist immer noch reichlich Platz vorhanden für Campingmöbel und Co." (Überblick: alles zum Thema Wohnmobile!)

Schmerzlich vermisst: Radio, Navi und Rückfahrkamera

Sunlight A70
Ohne Rückfahrkamera macht das Rangieren im Sunlight A70 keinen Spaß.
Was die Küche angeht – die kann für Hobby­-Köchin Helene eh nicht genug Platz bieten! Ausgerüstet mit Laptop und genügend Frischwasser an Bord fuhr sie kreuz und quer durch Deutschland zu Fotoproduktionen, zu Interviews und schließlich auch zu wichtigen Werkstatt-Terminen. Denn da war eine Sache am Sunlight, die nervte die ganze Redaktion von Anfang an: Es gab weder Radio noch Navigationsgerät oder Rückfahrkamera! Beim Einparken vermissten wir die Sicht nach hinten und auf Langstrecken die Unterhaltung. Zwar kann man eine Navigationsapp auf dem Smartphone nutzen, das ist aber für ein solch großes Fahrzeug nicht optimal. Mehr als einmal gab es ein spontanes Wendemanöver vor zu niedrigen Brücken oder Bahnunterführungen.

Die Erlösung trägt den kryptischen Namen X903D­DU2

Sunlight A70
Alpine-Fachmann Torsten Jäkel erklärt die Funktionen des neuen Navis.
Abhilfe war schnell gefunden: X903D­DU2 (Preis: 1699 Euro). Sperriger Name, aber super Gerät! Der Radiospezialist Alpine hat dieses nachrüstbare Infotainmentgerät passend für Fiat Ducato und weitere Basisfahrzeuge im Programm. Obendrein gab es noch eine Rückfahrkamera, mit der man um die Ecke schauen kann. Der Einbau bei Caravan Wendt in Kremmin bei Ludwigslust (Mecklenburg­-Vorpommern) dauerte fast einen ganzen Tag. Doch der Zeitaufwand hat sich gelohnt: ein Neun-­Zoll-­Display, das selbst bei strahlendem Sonnenschein gut ablesbar ist, Navigation mit einstellbaren Höhen-­ und Gewichtsangaben und obendrein Camping­ und Stellplätze von "Park4Night". Im Redaktionstest haben Navi und Rückfahrkamera über 6000 Kilometer bisher ohne Ausfälle überstanden. Nach drei Monaten Wohnen und Arbeiten im Wohnmobil merkt man schnell, dass es nicht ohne geht – ohne Radio, Navi und Rückfahrkamera. Und so fährt das rollende Redaktionsbüro nun gut nachgerüstet weiter zu den nächsten Terminen – alles ganz entspannt und autark.

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Wohnmobil-Test Sunlight A70
Wohnmobil-Test Sunlight A70
Wohnmobil-Test Sunlight A70
Kamera
Wohnmobil-Test Sunlight A70