Suzuki Swift (2010): Fahrbericht
Einfach mehr Swift

Äußerlich kaum verändert, bietet die vierte Generation des Suzuki Swift vor allem eins: mehr Platz! Ab 10. September 2010 steht der kleine Japaner beim Händler.
Mit 1,90 Meter Körpergröße in einen Kleinwagen? Das kann schnell schmerzhaft werden. Kopf, Knie oder Schulter – irgendwo zwickt's fast immer. Der neue Suzuki Swift will's besser machen und schlägt sich beachtlich. Tür auf, reinsetzen, ausstrecken. Und nicht nur das. Es bleibt sogar noch Luft nach vorn, nach oben und in der Breite. Neun Zentimeter ist die vierte Generation des Swift in die Länge gewachsen (jetzt 3,85 Meter), fünf Zentimeter mehr misst der Radstand. Klingt erst mal wenig, macht in der Praxis aber viel aus. Kein nerviges Knieeinklemmen für den Fahrer, reichlich Bewegungsfreiheit vorne, sogar die Leute auf der Rückbank haben einigermaßen Platz. Knapp wird es im Fond nur in Sachen Kopffreiheit. Bedeutet: Bis zu fünf Erwachsene gehen problemlos rein in Suzukis Kleinen. Und das ohne Verrenkungen.
Auf einen Blick: Alle News und Tests zum Suzuki Swift
"Mehr Swift" ist das Motto des Neuen: mehr Platz, mehr Qualität, mehr Ausstattung. Keine Revolution (er sieht so aus wie der erfolgreiche Vorgänger), sondern Evolution. Bestes Beispiel: der Innenraum. Das eintönige Grau ist Geschichte, unterschiedliche Oberflächenstrukturen und farbliche Akzente bringen frischen Wind ins Swift-Cockpit. Das in der Comfort-Ausstattung serienmäßige Lederlenkrad liegt prima in der Hand, die Sitze bieten auch kräftigeren Personen genug Platz. Ihr Seitenhalt könnte allerdings besser sein. Mit dem Modellwechsel gibt's auch mehr Ausstattung: ESP und sieben Airbags sind schon in der Basisversion serienmäßig an Bord (ab 10.990 Euro). Der Swift "Comfort" (ab 14.390 Euro) fährt u. a. mit Klimaautomatik, CD-Radio, 16-Zoll-Alus, Tempomat und Start-Stopp-Automatik vor. Der Kofferraum schluckt 211 Liter Gepäck, zehn Liter mehr als der Vorgänger. Wird die Rückbank umgeklappt, sind es 528 Liter. Maximal schafft der neue Swift sogar 902 Liter. Aber: Die Ladekante ist zu hoch und leider lackiert – da sind hässliche Kratzer programmiert.
Im Überblick: News und Tests zu Suzuki

Bild: Werk
Swift Sport soll kommen
Besonders jenseits der 120 km/h braucht der Vierzylinder aber reichlich Drehzahlen, um in Bewegung zu bleiben. Dann wird es laut. Der 1,3-Liter-Diesel (75 PS) kann das eindeutig besser, wird in diesem Segment aber kaum geordert. Auf dem Pariser Autosalon 2010 feiert der Swift seine Premiere. Ab 10. September 2010 steht er in Deutschland beim Suzuki-Partner, zunächst als frontgetriebener Benziner mit drei oder fünf Türen. Im Winter 2010/11 kommen Swift Diesel und Swift 4x4 dazu. Weitere Versionen wie ein Mini-SUV oder Cabrio sind nicht in Planung. Sondermodelle stehen aber offenbar schon fest. Zum Beispiel die nächste Generation Swift Sport, die Suzuki Deutschland für Ende 2011 erwartet.
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