So funktioniert das autonome Fahren

Tesla: Autonomes Fahren

Musk: Tesla-Robotaxis schon 2020

Tesla-Chef Musk sieht schon für das Jahr 2020 eine Flotte von autonomen Robotaxis kommen. Helfen soll dabei ein neuer Computerchip, der bereits verbaut wird.
(dpa/cj) Tesla-Chef Elon Musk hält an seinem Plan fest, eine Robotaxi-Flotte aus Elektroautos auf die Straße zu bringen. Er gehe davon aus, dass ein solcher Service nach Freigabe durch Behörden schon 2020 an zumindest einem Ort an den Start gehen könne, sagte Musk in der Nacht zum 23. April 2019 im Rahmen des Tesla Autonomy Days. Die 2016 vorgestellte Idee des "Tesla Network" sieht vor, dass zum einen Besitzer ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellen, wenn sie sie nicht brauchen. Geschickt und gebucht wird per App, der Tesla fährt dabei autonom zum Mieter. Dem Fahrzeugbesitzer winken 70 bis 75 Prozent der Einnahmen, pro Fahrzeug soll der Ertrag insgesamt bis zu 200.000 Dollar betragen. Tesla wolle zudem selbst Autos auf diese Plattform bringen und dadurch Geld verdienen, kündigte Musk an.
Helfen soll dabei ein neuer Autopilot-Chip, laut Musk der "objektiv beste Chip der Welt". Der FSD-Computer (FSD = "Full Self-Driving") wird bereits seit März im Model S und Model X verbaut, seit April auch im Model 3. Bestimmte Fahrzeuge, die zuvor produziert wurden, können laut Musk aufgerüstet werden. Der neu entwickelte Chip sei leistungsfähiger und 20 Prozent günstiger als sein Vorgänger, so der Tesla-Gründer. Bereits in zwei Jahren soll eine weitere, noch leistungsfähigere Version folgen.
Teslas Fortschritte in Sachen autonomes Fahren (hier lesen Sie, welche fünf Stufen es gibt) soll ein neues Video (siehe unten) demonstrieren. Es zeigt im Schnelldurchlauf eine kilometerlange Fahrt in einem Tesla Model 3 über High- und Freeways, bei dem der Fahrer nicht einmal die Hände ans Steuer nimmt. Ob Musk mit seinem Optimismus Recht behält, ist indes fraglich. Ford zum Beispiel plant den Start seiner Robotaxi-Dienste in einigen Stadtbezirken von Miami und Washington für das Jahr 2021. Die Google-Schwesterfirma Waymo startete vor einigen Monaten einen kommerziellen Fahrdienst mit selbstfahrenden Autos für ausgewählte Einwohner eines Vororts der Stadt Phoenix in Arizona, hat aber noch Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen. Im Gegensatz zum Großteil der Branche setzt Musk auch darauf, die Autos vor allem mit Kameras selbstfahrend zu machen – ohne die teuren Laserradare, die die Umgebung abtasten. Tesla trainiert dafür seine Roboterwagen-Software unter anderem mit Bildern der Kameras von Fahrzeugen, die bereits auf der Straße sind.

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