Tesla verbindet höhere Preise mit Ladestrom-Geschenk
Saftige Preiserhöhung für die E-Autos Tesla Model S und X

Bild: Tesla
Peitsche und Zuckerbrot: So könnte man Teslas neueste Marketing-Kampagne für die beiden älteren Elektroautos im Programm interpretieren. Denn der US-Hersteller macht die Oberklasse-Limousine Model S und das Flügeltürer-SUV Model X um einen fünfstelligen Betrag teurer.
In Deutschland steigt der Preis für die günstigste Version des Model S, das ist die Allrad-Variante, nun von 92.990 auf 109.990 Euro. Das Topmodell "Plaid" mit 1020 PS wird um 12.000 Euro teurer und kostet ab sofort 119.990 Euro.
Beim 5,03 Meter lange Model X in der Basisausführung mit Allradantrieb steigt der Preis um 17.000 Euro – von 97.990 Euro auf 114.990 Euro. Das Topmodell "Plaid" kostet jetzt 124.990 Euro (zuvor 112.990 Euro).
Beide Elektroautos mit Free Supercharging
Parallel dazu reanimiert Tesla ein altes Marketing-Instrument: Es gibt wieder Free Supercharging, also kostenlosen Ladestrom am Tesla-eigenen Ladenetz der Supercharger, für die beiden Modelle. Allerdings soll das Privileg nur für den Neuwagenkäufer gelten und beim Weiterverkauf erlöschen.

Mit dem Model S kam 2012 eines der ersten Großserien-Elektroautos auf den Markt. Bis Frühjahr 2017 durfte jedes Exemplar kostenlos am Supercharger-Netz Strom zapfen.
Bild: Tesla
Ursprünglich war Free Sueprcharging ein Feature von Teslas Elektroautos: Bis 2017 wurden Model S und Model X mit kostenlosem Supercharging verkauft, das lebenslang an das Auto gekoppelt war – sogar bei Weiterverkauf. Es entstand ein spezieller Markt für gebrauchte Tesla, die sich gratis laden ließen.
Verkäufe von Model S und X gehen zurück
Dann schaffte Tesla-Chef Elon Musk die Option wieder ab. 2020 hatte der reichste Mann der Welt geäußert, das Angebot würde nichts anderes verdeutlichen, "dass wir Idioten waren". Dennoch wurde die Option immer mal wieder kurzzeitig zum Leben erweckt. Auch jetzt ist zu erwarten, dass es nicht für lange Zeit einen neuen Tesla Model S oder Model X mit lebenslangem kostenlosen Supercharging gibt.
Tesla hat im vergangenen Jahr vom Model S in den USA insgesamt 12.426 Exemplare verkauft, das ist ein Rückgang von rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom Model X setzte das Unternehmen auf dem Heimatmarkt 19.855 Stück ab, was einer Verringerung von fast 20 Prozent entspricht.
Übrigens haben auch Mitbewerber Probleme im Oberklasse-Segment: Der Mercedes EQS ließ sich in den USA im Vorjahr nur knapp 7000 Mal verkaufen, das entspricht einem Minus von mehr als 50 Prozent gegenüber 2023.
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