Test Mercedes C 320 CDI T
Die C-Klasse kann einpacken

50 Prozent der Kunden kauften die C-Klasse bisher als Kombi. Beim neuen T-Modell dürften es aber noch ein paar mehr werden. Denn es trumpft dort auf, wo es beim Kombi drauf ankommt: im Laderaum.
- Wolfgang König
Eine Waschmaschine passt rein. Oder 44 Kästen Mineralwasser. Wahlweise auch ein kleines Paddelboot, ein Kontrabass oder ein 2,82 Meter langes Brett. Sogar eine Badewanne hätte angeblich Platz. Wir haben es nicht ausprobiert, aber Rainer Tiefenbacher, der Mercedes-Projektleiter, schwört es. "Die Leute, die heute einen Kombi kaufen, wollen vor allem eines: viel Platz", sagt der Mann, der die C-Klasse und ihre Kundschaft in- und auswendig kennt. Was er damit meint: Die ganze Lifestyle-Folklore, die dem Kombi allerorten angedichtet wird, ist reines Marketing-Gedöns. Zur Beschönigung, dass hinten nicht viel reingeht. Das neue T-Modell jedoch habe das nicht nötig, so Tiefenbacher. Recht hat er: Ab sofort stehen bis zu 1500 Liter Ladevolumen zur Verfügung, 146 Liter mehr als bisher – und deutlich mehr, als die Konkurrenten $(LB55607:Audi A4 Avant)$ und BMW 3er Touring bieten. Glatte Seitenwände, schmale Radkästen und die breite Heckklappe garantieren obendrein, dass die vielen Liter keine Theorie sind.
Der Laderaum bietet viele pfiffige Details

Bild: Wolfgang Gröger-Meier
Ein aufklappbares Heckfenster gibt es nicht

Bild: Wolfgang Gröger-Meier
Viel schwerer als der Viertürer ist der Kombi auch nicht (plus 50 Kilogramm). Und wer hinten Platz nimmt, darf mit uneingeschränktem Komfort rechnen: Die Sitzkissen sind die gleichen wie in der Limousine, die Lehnen genauso bequem, und die Maße identisch. So drohen auch beim Fahren keine Überraschungen. Schon gar keine unangenehmen. Wir gönnten uns den Topdiesel C 320 CDI als Avantgarde mit Automatik und AMG-Sportpaket – das volle Programm also. So was kostet ohne weitere Extras 48.903 Euro, 6420 mehr als der einfachste 320 CDI. Wahlweise gibt es diese Motorisierung neuerdings auch mit Allradantrieb (plus 4641 Euro). Los geht's beim T-Modell aber schon mit 31.714 Euro (C 180 K), Aufpreis gegenüber der Limousine 1726 Euro. Das ist akzeptabel. Und in der Modellpalette gibt es keine Abweichungen.
Die C-Klasse zieht mehr als die Konkurrenz

Bild: Wolfgang Gröger-Meier
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Wolfgang König
Die Entscheidung für den Kombi ist eigentlich nie falsch. Und schon gar nicht im Fall der C-Klasse. Das neue T-Modell fährt sich genauso gut wie die Limousine, bietet aber erheblich mehr Platz, ist praktischer – und eleganter. Da ist für mich die Sache klar: Zum hohen C gehört eine große Klappe.
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