Bei den Kunden kommt die Mitsubishi-Optik mit dem markanten Kühlergrill gut an. Als Erster heimste der Lancer für seinen eigenständigen Auftritt viel Lob ein. Kein Wunder, dass Mitsubishi nun auch den Colt in Windeseile auf diese Linie trimmte. Die als Jet-Fighter bezeichnete Front ersetzt ab sofort das glatt gelutschte Allerweltsgesicht. Nur das Klappdach-Cabrio wird unverändert weitergebaut. Neu gestaltet wurde auch das Heck. Insgesamt sind nur 35 Prozent aller Teile noch baugleich mit dem seit 2004 gebauten Vorgänger – deutlich weniger, als sonst bei einem Facelift üblich.

Ein sechster Gang würde den Verbrauch senken

Mit der neuen Optik wird auch die Typenbezeichnung umgestellt. Das kryptische Kürzel CZT, das das Topmodell bislang mit sich herumschleppen musste, ersetzt nun die Bezeichnung Ralliart – in Anlehnung an die fast schon legendäre Motorsportabteilung des Konzerns. Der 1,5-Liter-Vierzylinder mit Turbolader treibt den Colt unverändert an, er bringt es auf 150 PS und 210 Newtonmeter. Nur zum Vergleich: Damit übertrumpft er bei der Literleistung sogar knapp einen VW Cup Edition. Der Vierzylinder ist nach wie vor sehr angenehm, bemüht sich schon bei niedrigen Drehzahlen um Antritt und dreht dazu gern und kraftvoll aus. Nur die Kombination mit dem präzise schaltbaren Fünfganggetriebe ist nicht mehr ganz zeitgemäß, obwohl sie mit dem Naturell des Motors harmoniert. Gerade bei hohen Tempi muss das Agregat so unnötig drehen, ein sechster Gang würde den Verbrauch senken.

Für 1000 Euro Aufpreis auch als Fünftürer erhältlich

Mitsubishi Colt
Bild: Werk
Gut gelang das Setup, ebenfalls in vielen Punkten überarbeitet. Geänderte Raten für Dämpfer und Federn, ein stärker dimensionierter Stabilisator, Domstrebe vorn sowie Versteifungen in der Karosserie lassen den Kleinen bei Bedarf recht ambitioniert durch Kurven wetzen. Zudem federt er souveräner und rollt leiser ab. So wirkt er gleich viel hochwertiger. Kleiner Wermutstropfen für Heizer: Das ESP ist nicht abschaltbar. Wenigstens regelt es nicht übervorsichtig, erlaubt auch mal leicht durchdrehende Vorderräder und ein zart mitlenkendes Heck.

Die Lenkung agiert ansprechend direkt und gefühlvoll. Im Innenraum blieb die nette Optik unverändert, hochwertigere Materialien steigern den Qualitätseindruck. Neu sind zudem Features wie Schaltanzeige, Bordcomputer und eine eine glattflächig klappbare Rückbank (nicht mehr ausbaubar). Und es gibt den Ralliart für 1000 Euro Aufpreis auch als Fünftürer. Schließlich spricht Mitsubishi hier von einem Junior-Lancer.

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