Test Peugeot 207 Sport 95
207 mit BMW-Motor

Ein Mini-Motor für den kleinen Peugeot 207 Sport 95: Seine 95-PS-Maschine wurde in München entwickelt. Ein bayerischer Benziner in einem französischen Auto – kann das überhaupt funktionieren?
- Margret Hucko
Im neuen Peugeot 207 steckt mehr Mini als man denkt. Außen Mini-Maße und unter der Haube nun auch ein Mini-Motor. Nein, nicht irgendein kleiner Vierzylinder mit 1,4 Liter Hubraum, sondern ein echtes Aggregat Marke Mini – also made by BMW. Voilà, so werden aus Konkurrenten vielversprechende Kooperationen. Für den 95-PS-Benziner mit vollvariabler Ventilsteuerung "Valvetronic" haben sich Peugeot und BMW nämlich zusammengetan. Mit dem ehrgeizigen Ziel, Fahrspaß und Spritsparen zu kombinieren. Schöner Plan. Und die Praxis? Beim Starten des Benziners fällt vor allem eines auf: seine Unauffälligkeit. Was für eine Ruhe! Der Motor vibriert nicht, er macht kaum Lärm, der 207 fährt einfach los. Leider ebenso unspektakulär müht sich der Kleinwagen auf die Überholspur. Mit 12,4 Sekunden bis Tacho 100 reiht sich der 207 gerade mal beim Durchschnitt ein. Stört's? Non, cherie, verziehen. Allerdings dürfte es beim Spritverbrauch etwas weniger sein. Mit 7,1 Liter Super schluckt das Vier-Meter-Auto kräftig. Verschwendung ist offenbar eine französische Schwäche. Schließlich verbraucht der Mini One mit dem gleichen Motor einen guten Liter weniger.
Ganz und gar nicht Mini: Die Bremswege sind leider maxi

Bild: Werk
Fazit
Ein bayerischer Benziner in einem französischen Auto – kann das klappen? Ja, das funktioniert sogar sehr gut. Am meisten überzeugt die hohe Laufkultur des 1.4-Vierzylinders. Enttäuschend ist allerdings der hohe Spritverbrauch. Ein sechster Spar-Gang könnte Abhilfe schaffen.
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