Alle jahre wieder trifft sich die AUTO BILD-Familie zum Austausch. Im Gespräch und auf der Teststrecke. Neben den Kollegen machen dabei natürlich die neuesten Autos aus allen Klassen den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus.

Porsche 911 GT3 RS: Dieser Elfer verleiht Flügel

Dieses Jahr gab es ein echtes Leckerli: den Porsche 911 GT3 RS. Ein absoluter Traumwagen. Für die meisten von uns unerreichbar, auf der Straße eher selten anzutreffen und mit Sicherheit für immer unvergessen. Obwohl mir seit 2009 schon so heiße Hobel wie Mercedes-AMG GT R, Aston Martin DB11, Lamborghini Huracán Performante, Porsche 911 GT2 RS und Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio den Kopf verdrehten, nimmt der GT3 RS noch mal eine Sonderstellung ein.
Er löst den GT2 RS als Anführer meiner persönlichen Auto-Hitliste ab. Dabei ist er nicht schneller als der GT2 RS, hat auch weniger PS (700 zu 525), aber er hat ein Herz, in das ich schon auf dem Papier verliebt war. Und als ich diese verrückte Fahrmaschine auf der Teststrecke von Bridgestone in Italien fuhr, war ich total verknallt.
"Ich liebe Porsche, weil sie neben dem Taycan auch RS-Modelle bauen.“
Shalva Buachidze, AUTO BILD Georgien
Bild: Tom Salt / AUTO BILD

Downsizing, Elektromobilität, Sparen, Klimafreundlichkeit – klar, alles sehr wichtig. Die Faszination Auto war, ist und bleibt für mich aber genau so ein Sportler mit Saugmotor. Der Sechszylinder-Boxer mit 525 PS und 465 Nm ist pure Magie. Wenn dieses Aggregat dann so eine harmonische Beziehung mit einem Siebengang-Doppelkuppler eingeht und die Ingenieure so perfekt, ja fast poetisch mit der Aerodynamik gearbeitet haben, dann erweist sich der Begriff Traumauto fast noch als zu schwach.
Oldschool? Vielleicht. Aber auch old-cool! Man denkt immer, noch mehr Faszination kann bei Porsche nicht kommen. Und dann legen die Jungs und Mädels doch noch einen obendrauf. Danke dafür, Porsche.

Range Rover Sport P510e : Nobel und nachhaltig

Der Range Rover Sport ist in der neuesten Generation nochmals besser geworden. Und dank sanfter optischer Weiterentwicklung auch auf den ersten Blick als Range Rover erkennbar. 
Als Plug-in-Hybrid weiß er vor allem in Sachen elektrischer Reichweite zu gefallen, echte 80 Kilometer schaffen momentan nicht viele Dickschiffe mit Doppelherz. 
"Schön, dass es innen auch veganes Leder gibt – das sich sogar besser anfühlt."
Michael Lusk, AUTO BILD Schweiz
Bild: Tom Salt / AUTO BILD

Ein weiterer Pluspunkt für so ein großes Auto ist der kleine Wendekreis. Damit lässt sich der fast fünf Meter lange Brite auch in engen Innenstädten in (fast) jede Parklücke zirkeln. 
Last, but not least spielt auch bei den vornehmen Briten von Land Rover die Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle. Das Interieur steht klassisch oder als vegane Alternative zur Wahl. Beide sind hochwertig, die vegane Variante fühlte sich subjektiv sogar etwas besser an.

BMW M3 Touring : Dieser M3 kann auch Alltag

"Nach dem Test mit dem M3 Touring willst du ihn nicht mehr hergeben.“
Vitoldas Milius, AUTO BILD Litauen
Bild: Tom Salt / AUTO BILD

Erste Bilder machten mich nervös, live und in Farbe raubt mir der M3 Touring fast den Verstand. Der Power-Kombi sieht verdammt gut aus. Und er fahrt noch erheblich besser als gedacht. Der Fahrspaß auf dem Track kennt kaum Grenzen, gleichzeitig taugt der Touring auch als praktischer Alltagsheld – wenn man denn das nötige Kleingeld parat hat. Alle anderen bewundern den bayrischen Schnell-Laster aus der Ferne.

Opel Astra Sports Tourer GSe : Das doppelte Flottchen

"Der Kombi empfiehlt sich als praktische Alternative zu den beliebten SUV.“
Ralf Petrov, AUTO BILD Bulgarien
Bild: Tom Salt / AUTO BILD

Warum Kombis? Weil die praktischen Kastenhecks eine extrem attraktive Alternative zu den weiterhin in vielen Märkten heiß begehrten SUV sind. Und wenn dann auch noch der Astra Sports Tourer als flotter GSe mit Plug-in-Hybrid-Antrieb vorfährt, kann nicht mehr viel schiefgehen. Auch in meiner Heimat nicht, wo Kombis weit weniger gefragt sind als in Deutschland.
Das bereits bekannte Curved Display spricht auch die jüngere Generation an und bietet modernes Infotainment. Um sich mit dem Menü vertraut zu machen, benötigt man allerdings Ausdauer und Zeit. Ich persönlich finde außerdem, dass die Farbe Schwarz im Innenraum ruhig dezenter hätte eingesetzt werden können. Aber das ist ja Geschmackssache.