The Grand Tour (2018): Kommentar

Wie gut ist The Grand Tour?

Ist die Amazon-Serie The Grand Tour so gut wie das ursprüngliche Top Gear? Ein Kommentar von Jan Götze. Plus Verbesserungsvorschläge!
Seit ein paar Wochen sind sie zurück: Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May! Anfang Dezember 2017 ist die zweite Staffel der Amazon-Serie The Grand Tour gestartet und nicht nur Autofans freuen sich auf jede neue Folge. So geht es auch mir und doch muss ich sagen: Mir hat das alte Top Gear besser gefallen! Warum? Mir fehlt der Spirit früherer Top Gear-Folgen. Bei The Grand Tour wirkt mir alles ein wenig zu geskriptet und vorhersehbar. Beispiel gefällig? In Folge 6 der zweiten Staffel kehren endlich (!) die Cheap-Car-Challenges zurück – definitiv die Parade-Disziplin der drei.

Bitte wieder mehr Cheap-Car-Challenges

Achtung Spoiler! Die Aufgabe: mit gebrauchten Jaguar verschiedene Challenges in den USA absolvieren. Klingt vielversprechend und ist auch lustig anzuschauen, aber ein paar entscheidende Punkte fehlen mir. Die drei scheinen kein festes Budget zu haben, sowohl James als auch Richard wechseln mittendrin die Autos und auch der Klippensprung von James im XK8 Cabrio war mehr als vorhersehbar. Natürlich habe ich mir auch diese Folge gerne angeschaut, aber die alten Top Gear-Challenges waren einfach besser! Meine Favoriten: "günstige Porsche bis 1500 Pfund", "italienische Mittelmotorsportwagen, die weniger als ein gebrauchter Ford Mondeo kosten" und natürlich die legendären Bolivien- und Afrika-Specials. Die Autos, die Umgebung und natürlich die Sprüche waren einfach unschlagbar. Außerdem kann ich mich immer noch wegschmeißen, wenn die drei sich beim Parken gegenseitig rammen.

The Grand Tour könnte noch besser sein

Clarkson versucht May davon zu überzeugen, dass er mit dem Lamborghini Aventador S das beste Auto des Trios hat.

Trotzdem ist The Grand Tour unterhaltsam! Jeremy, Richard und James sind immer noch die Stars der Show und überzeugen mit ordentlich Sarkasmus, Schadenfreude und dummen Sprüchen. Außerdem haben die Produzenten mit der zweiten Staffel bewiesen, dass sie offen für Feedback sind. So wurde das einfach nur alberne "Celebrity Brain Crash" aus Staffel Eins abgeschafft und durch "Celebrity Face-off" ersetzt. Das Format ist zwar besser, aber immer noch langweilig. Ich kenne kaum irgendwelche der vermeintlichen Stars und es gibt auch keine Rangliste aller Stars mehr – für Staffel Drei müssen die Verantwortlichen hier noch mal ran. Von mir aus kann dieser Teil auch komplett abgeschafft werden und durch eine längere Version von "Conversation-Street" oder noch besser mehr Roadtrips ersetzt werden. Denn immer wenn es um Autos geht, brillieren die drei Moderatoren. Keiner ist dabei so herrlich ehrlich und dickköpfig wie Jeremy Clarkson! Der Vergleich der Antriebskonzepte in der ersten Folge zwischen Rimac Concept One, Lamborghini Aventador S und Honda NSX war überragend. Wie lustig war es bitte, als sich Jeremy mit dem Lambo verkeilt hat? Genau von solchen Aktionen und Trips möchte ich mehr sehen – und natürlich von den Cheap-Car-Challenges! Kurz und knapp: Ja, das ist Meckern auf hohem Niveau, aber The Grand Tour ist schließlich die beste Autosendung der Welt. Sie könnte allerdings NOCH besser sein! Meine Wünsche: Celebrity Face-off abschaffen, mehr Roadtrips, Cheap-Car-Challenges und etwas weniger Action, dafür mehr Autos!

Autor: Jan Götze

Stichworte:

Top Gear

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.