Hund im Auto

Tiertransport: Katze und Hund im Auto

Sichere Autofahrt für Hund und Katze

Wenn Haustiere im Auto transportiert werden sollen, muss einiges beachtet werden. AUTO BILD sagt, welche Regeln im Straßenverkehr gelten.
Wer mit seiner Katze oder seinem Hund mal schnell ins Auto steigen will, um zum Tierarzt oder in den Urlaub zu fahren, muss so einiges beachten. Denn die Vierbeiner gelten als Ladung im Auto und die muss entsprechend gesichert sein. AUTO BILD erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, Tiere im Auto zu transportieren, welche Gesetze gelten und was bei deren Missachtung passiert.

Transportsysteme für Katze und Hund

Die einfachste Lösung den Hund oder die Katze im Auto zu transportieren ist es, eine Transportbox zu nutzen. Diese wird am besten auf dem hinteren Sitz abgestellt und mit dem Sicherheitsgurt befestigt. So kann die Box bei einem Aufprall nicht nach vorne katapultiert werden. 

Tiersicherheitssitze sind offene Boxen, die mit dem normalen Sicherheitsgurt befestigt werden. 

Es ist sinnvoll, dass das Tier vor der Fahrt an die Box gewöhnt wird, damit es sich während der Fahrt wohlfühlt und den Fahrer nicht ablenkt. Die Kosten für eine Transportbox sind sehr unterschiedlich und liegen zwischen 40 und 400 Euro. Tipp: Beim Kauf einer Hunde- oder Katzentransportbox sollte auf das GS-Prüfsiegel geachtet werden. Dies garantiert, dass die Box unter Unfallbedingungen getestet wurde.
Eine Alternative sind sogenannte Tiersicherheitssitze. Das sind offene Boxen, die mit dem normalen Sicherheitsgurt oder dem Isofix-Anschluss auf einem Sitz des Autos befestigt werden. Das Tier wird darauf durch ein Geschirr beidseitig gesichert. Dadurch wird das Rausspringen des Tieres aus dem Sitz verhindert. Es gibt verschiedene Sitze je nach Größe und Schwere des Tieres. Es wird jeweils die Sitzgröße und die Reißfestigkeit des Gurtes angepasst. Kostenpunkt: 80 bis 200 Euro.
Wer sein Haustier lieber im Kofferraum unterbringen möchte, kann dies auch tun. Dann sollte aber unbedingt ein stabiles Laderaumtrenngitter angebracht sein. Das Schutzgitter sollte vom Dachbereich bis zum Ladeboden reichen und eine feste Verankerung aufweisen. Viele Fahrzeughersteller bieten bereits ab Werk eine Laderaumtrennung an. Solch ein Trenngitter kostet meist zwischen 170 und 350 Euro. Tipp: Es ist hilfreich eine Schondecke in den Kofferraum zu legen, denn die schützt vor Schmutz und Kratzspuren.
Insgesamt gilt: Bei allen Autofahrten ist darauf zu achten, dass die Tiere zufrieden sind und es ihnen gut geht. Denn bellende Hunde und mauzende Katzen können den Autofahrer vom Straßenverkehr ablenken. Es ist ratsam, die Klimaanlage während der Fahrt nicht zu kühl einzustellen. Außerdem sollten ausreichend Pausen gemacht werden, um beispielsweise mit dem Hund Gassi zu gehen. Wer sein Auto für eine längere Zeit verlässt, sollte seinen Vierbeiner mitnehmen. Geht das nicht, sollte das Fahrzeug im Schatten abgestellt werden. Zudem muss für eine gute Belüftung gesorgt werden.

Tiere gelten laut Gesetz als Ladung

Der Transport von Tieren im Auto ist grundsätzlich erlaubt, dafür müssen die Tiere aber während der Autofahrt entsprechend gesichert werden, denn sie gelten als Ladung. Und die darf eben nicht ungesichert transportiert werden. Es greifen die Paragrafen 22 und 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO). In Paragraf 22, Absatz 1 heißt es: "Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können." Das heißt: Alles was Sie transportieren muss sicher befestigt werden. Selbst bei einer Vollbremsung muss alles fest sitzen. Und in Paragraf 23 steht folgendes geschrieben: "Der Fahrer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch Tiere beeinträchtigt werden. Zudem darf die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht beeinträchtigt werden." Somit müssen Tiere so im Auto gesichert werden, dass der Fahrer durch die Anwesenheit des Vierbeiners nicht abgelenkt wird.

Sitzt der Hund auf dem Beifahrersitz und ist nicht gesichert, droht eine Strafe.

Werden Hund und Katze nicht ausreichend gesichert, so stört es den Fahrer. Bei einem Unfall ist nicht nur das Tier, sondern auch der Mensch extrem gefährdet. Bei einem ADAC-Crashtest kam folgendes heraus: Schon bei einem Aufprall mit 50 km/h kann im Pkw das Dreißigfache des Eigengewichts auf einen Körper wirken. Ein mittelgroßer Hund, der 20 Kilogramm wiegt, entwickelt bei einem Unfall die Durchschlagskraft von einer halben Tonne (ca. 600 Kilogramm). 

Falscher Tiertransport: Diese Strafen drohen

Wer sein Tier nicht sicher im Auto transportiert, muss mit Strafen rechnen. Ist das Tier bzw. die Ladung ungesichert, werden 35 Euro Verwarnungsgeld verlangt. Ist dabei noch eine Gefährdung mit im Spiel so sind es schon 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Richtig teuer wird es, wenn eine Sachbeschädigung hinzukommt. Dann liegt das Bußgeld bei 75 Euro plus einen Punkt in Flensburg.

Autor: Isabella Sauer

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