Toyota Hilux: Dauertest
Der Toyota Hilux hat nur kleine Flecken auf seiner weißer Weste

Der Toyota Hilux bewährt sich seit Jahrzehnten als robuster Arbeiter in den unwirtlichsten Gegenden der Welt. Aber wie macht er sich im Alltag und auf deutschen Straßen?
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
- Thomas Rönnberg
"Wo hast du denn die MG-Lafette?", fragt mich mein Stammtankwart, als ich erstmals mit dem weißen Toyota Hilux vorfahre. Die Frage, obwohl heiter gemeint, ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Dem japanischen Pick-up wird bedingungslose Zuverlässigkeit und Ausdauer nachgesagt. Und darauf vertrauen nicht nur UN-Friedenstruppen, sondern auch finstere IS-Kämpfer. Die in Europa verkauften Modelle werden übrigens in Südafrika gebaut. Im 100.000-km-Dauertest in der Redaktion von AUTO BILD ALLRAD erwarteten den afrikanischen Kleinlaster besondere Herausforderungen. Ständig wechselten die Fahrer, täglich erlebte er den Stress im Stadtverkehr – und viele, viele Autobahn-Kilometer, wo er auch öfter mit schwerem Gasfuß bewegt wurde. Daher rührt auch der hohe Temposchnitt von 82 km/h und der relative hohe Durchschnittsverbrauch von 9,0 l/100 km über die Gesamtdistanz.
Pick-up macht das Parken und Wenden zur Herausforderung

Kannste mir mal was transportieren? Pick-up-Fahrer haben plötzlich unerwartet viele Freunde. Aber auch neue Probleme – etwa bei der Suche nach Parklücken.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Langlebigkeit ist eine Kernkompetenz des Hilux
Es ist einfach alles an diesem Toyota auf lange Haltbarkeit ausgerichtet – im Zweifelsfall auf Kosten prätentiöser Noblesse und Eleganz. Die Türschweller und der untere Bereich der Türen tragen unter dem Decklack eine strukturierte Schutzschicht, die bei Fahrten auf unbefestigtem Untergrund vor Schäden bewahrt; dem gleichen Zweck dienen transparente Schutzfolien an den hinteren Kotflügeln. Und im Innenraum sucht man handschmeichelnde Soft-Touch-Oberflächen vergebens – weil Toyota weiß, dass sie kratzempfindlich sind. Einzige kleine Schwäche, an der nach den 100.000 km Verschleiß erkennbar ist: die Fußmatten, die nicht nur erhebliche Abnutzung im Pedalbereich zeigen, sondern sich an den hinteren Ecken zunehmend eselsohrartig einrollen. Tja, und wenn die Laderaumwanne über die Bordkante reichen würde, wäre auch die geschützt.
Nur drei kleine Defekte trüben die gute Bilanz

Der 2,4-Liter-Diesel gefällt mit Durchzug aus dem Keller, bei höherer Drehzahl wirkt er eher matt.
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